Brauerei-Chef Helmut Kropf im Alter von 79 Jahren gestorben

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Unternehmenslenker,  Familienvater, Jagd- und Golffreund: Mit Helmut Kropf geht ein Stück Kasseler Stadtgeschichte.

Kassel. Als es mit ihm zu Ende ging, wollte er nur noch seine geliebte Familie sehen: Er, der über Jahrzehnte hinweg eine bestimmende Rolle in der Kasseler Stadtgesellschaft spielte, hatte sich ganz bewusst zurückgezogen, als in den vergangenen Monaten die Kräfte schwanden.

Der ehemalige Chef der traditionsreichen Martini-Brauerei, das Familienoberhaupt Helmut Kropf, ist vergangene Woche im Alter von 79 Jahren für immer eingeschlafen. Helmut Kropf hatte gemeinsam mit Bruder Erich über viele erfolgreiche Jahre die Geschicke der Martini-Brauerei geführt.

Helmut Kropf war das älteste Kind (Bruder Erich, die Schwestern Hildegard und Ingrid) von Vater Erich Kropf, dessen Großvater Adolf Kropf im Jahre 1859 in Kassel den Brauerei-Grundstein mit der Eröffnung der Bayrischen Bierhalle gelegt hatte.

Kein Zissel, keine Kirmes und kaum eine Kneipe, die nicht von der Marke mit den Türmen der Martinskirche im Logo beliefert worden wäre -dafür hatte der ehrgeizige Vertriebler gesorgt.

1992 entschied die Familie dann, die Martini-Brauerei an die Henninger-Bräu AG in Frankfurt zu verkaufen. Und Helmut Kropf, der lange Lizennehmer von Coca-Cola in Kassel war, blieb der Gastronomie treu: Mit seinem Getränkegroßhandel „Kurhessische Getränke“ blieb er mit den Wirten auf Du und Du.

 In ihren  Kneipen und Restaurants fühlte er sich mindestens ebenso wohl wie auf seinen Jagd-Ausflügen am Wilden Kaiser in Österreich oder in Reichenbach im Werra-Meißner-Kreis. In jungen Jahren hatte Helmut Kropf mit großen sportlichen Leistungen als Leichtathlet geglänzt – nun war er gestandener Geschäftsmann und kommunikationsstarker Netzwerker. Er engagierte sich bei der IHK (u.a. als Vize-Präsident)und brachte den Golfclub Wilhelmshöhe voran.

Das Wort des gläubigen Christen hatte Gewicht – bei Freunden und bei Wirtschaftslenkern. Und wer einmal in den Genuss eines Abends auf der Terrasse seines Hauses kam, schwärmte von der Gastfreundlichkeit, der Warmherzigkeit und des Humors des großen Mannes, der das Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland trug.

Ganz seinem  Wunsch entsprechend verabschieden sich seine geliebte Frau Karin, die Kinder Christian, Katharina und Alexander mit ihren Familien und enge Angehörige im kleinen Kreis vom Verstorbenen.

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