Briefwechsel: Nordhessen wächst und gedeiht

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Foto: Horn

Chefredakteur Rainer Hahne zur positiven wirtschaftlichen Lage Nordhessens.

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

manch einem Nordhessen, der sein Leben lang so richtig schön nörgeln und mähren konnte, wird es allmählich unheimlich. Unsere Region wächst und gedeiht. Und kassiert eine Auszeichnung nach der anderen. Jetzt sind es unsere grundsoliden Mittelstandsfirmen, die von der Europäischen Union auf Platz 1 der innovativsten Firmen gesetzt worden ist. Wir brauchen uns in diesem Bereich vor nichts und niemandem mehr verstecken. Ganz im Gegenteil – wir spielen mit im Orchester der Großen. Dazu passt es natürlich hervorragend, dass wir gerade erst das neue Berufsbildungszentrum eröffnet haben, dass zu den modernsten in Europa gehört.

Dazu paßt aber auch etwas anderes. Gerade hat unsere Umweltministerin Priska Hinz dem Fraunhofer-Institut/Ives einen großen Scheck überreicht. Dort wird an der sogenannten Power-to-gas-Technologie gearbeitet. Wir alle wissen ja mittlerweile, dass wir gerade in Nachtzeiten mehr Strom im Netz haben, als wir verbrauchen können. Die regenerativen Energien wie Solar und Wind machen es möglich.

Bisher war die Speicherung ein großes Problem. Jetzt soll mit dem überschüssigen Strom Methangas erzeugt werden, dass dann wiederum zur Stromerzeugung oder zur Heizung genutzt werden kann. Und natürlich – muss man schon fast sagen – wird diese wichtige Technologie in Nordhessen erprobt. In Bad Hersfeld wird demnächst eine erste Anlage in Betrieb genommen. Dann ist es nur noch ein kleiner Schritt zur industriellen Nutzung.

Und sonst? Firmen wie Braun/Melsungen boomen. Erhöhen kontinuierlich ihren Umsatz. Der Vorstandsvorsitzender Heinz Walter Grosse kann die Latte jährlich höher legen. Gerissen wird sie nicht.

SMA hat sich nach einem Zwischentief hervorragend erholt und hat die Position als Weltmarktführer sogar noch ausgebaut.

Die Stadt Kassel, die jahrzehntelang mit hohen Arbeitslosenquoten und Schuldenbergen von sich reden machte, schreibt seit Jahren schwarze Zahlen. Wenn sich Oberbürgermeister Bertram Hilgen 2017 in den Ruhestand verabschieden wird, kann er in sieben von zwölf Jahren positive Zahlen vorweisen.

Und auch die Lebensqualität steigt immer weiter. Kassel gehört zu den Städten in Deutschland, die die besten Voraussetzungen für Frauen bieten – beruflich, aber auch zum Einkaufen. Wer hätte das gedacht.

Dass Kassel vor drei Jahren zur dynamischsten Großstadt Deutschlands erkoren worden war,  gehört auch mit zur Erfolgsgeschichte Nordhessens. Und in den Mittelzentren der Umgebung ist die Vollbeschäftigung fast erreicht. Was will man mehr.

Mit regionalen Grüßen

Rainer Hahne

Chefredakteur

P.s. Da fehlt es nur noch, dass sich der KSV Hessen Kassel dem Aufwärtstrend der MT Melsungen und der Kassel Huskies anschließt.  Ein starker  Fußballbundesligist wäre das Sahnehäubchen beim Kampf der Regionen.

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