Briefwechsel: Start in ein heisses Wahlkampfjahr

Volkmarsen, 16. Politischer Aschermittwoch, Angela Merkel (Bundeskanzlerin)

Chefredakteur Rainer Hahne richtet seinen Briefwechsel diesmal an Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Sehr geehrte Bundeskanzlerin Angela Merkel,

mit 2017 kommt auf uns alle ein spannendes Jahr zu. Gerade rechtzeitig kommen die Bundestagswahlen, um zu zeigen, ob wir auch in Deuschland hinter der Flöte der politischen Rattenfänger hertanzen werden.

Sie, liebe Frau Merkel, können jetzt mal zeigen, wie kämpferisch unsere Demokratie eigentlich ist. Denn kämpferisch muss sie jetzt sein, denn die Angriffe auf unsere Staats- und Lebensform werden immer massiver. Verständlich ist das allemal. Während es uns in Deutschland so gut geht, wie kaum jemals zuvor, herrschen in Regionen rund um das Mittelmeer Mord und Totschlag. Und in Afrika wird gehungert.

Es ist völlig richtig, dass wir helfen, doch nicht jedem. Schon als wir die Albaner in unseren Erstaufnahmelagern hatten, hatten wir Ärger ohne Ende. Unter falschen Verlockungen wurden sie von Schleppern nach Deutschland gebracht und lebten hier ihren Frust aus. Es dauerte viel zulange bis die Grünen begriffen hatten, dass es sich hier um Wirtschaftsflüchtlinge gehandelt hat. Und wie lange dauerte es erst, bis Albanien und Co als sichere Herkunftsländer anerkannt wurden.

Mit den nordafrikanischen Ländern ist das genauso. Es ist verständlich, dass die Menschen gern zu uns kommen. Es ist verständlich, dass die Regierungen ihre Leute nur ungern zurück nehmen. Schließlich schicken die viel Geld nach Hause. Aber spätestens Köln hat gezeigt, dass hier etwas gründlich schief läuft.Nutzen Sie die Wahlkampfzeit, um die Sicherheitsdebatte schleunigst durchzuziehen und die zahlreichen jungen Herren, die aktuell glauben, sie können machen was sie wollen, wieder in die Heimat zu schicken.

Doch auch in unseren eigenen Reihen haben wir genügend Leute, die glauben, unsere Demokratie und ihre Möglichkeiten für ihre miesen Spiele ausnutzen zu können. Wir müssen uns mal unsere Versammlungsfreiheit genau anschauen. Wenn die zu wöchentlichen Pegida-Hasstiraden ausgenutzt werden kann, stimmt etwas nicht.

Wie hat doch schon Adolf Hitler so schön gesagt: "Ich habe die Schwächen der Demokratie für mich ausgenutzt." Das gilt auch für die Religionsfreiheit. Viel zu lange konnten islamistische Hassprediger unter diesem Deckmäntelchen ihr Unwesen treiben und Korane verteilen. Und auch die Reichsbürger glauben, sie können uns auf der Nase herumtanzen. Wer unseren Pass nicht haben will, der hat hier auch nichts zu suchen. Dann sollen sie ihren Micki-Maus-Pass nehmen und sich ein neues Land suchen.

Mit wahltaktischen GrüßenRainer HahneChefredakteur

P.s. Nicht das ich Herrn Seehofer vergesse, den gläubigen Christen, der seine unehelichen Kinder so liebt. Mit dem werden Sie sicher auch noch viel Spass haben.Und seine Nachfolger in spé stehen schon parat.

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