Briefwechsel: Über Ostern abnehmen?

Sehr geehrte Leserinnen und Leser, ich möchte Ihnen an dieser Stelle schöne, ruhige, nachdenkliche Ostertage wünschen. Und gleich mal für das Nachdenkliche sorgen.

Sicher haben Sie schon zu Beginn des Jahres den Vorsatz gefasst, mal so richtig abzuspecken. Jetzt ist die richtige Zeit, die Ergebnisse unter die Lupe zu nehmen, denn jetzt kann schon der entscheidende Zeitpunkt kommen, an dem man die Resultate einer langen, kräfte- und stimmungszehrenden Diät gleich wieder in die Tonne tritt und den berühmten Jojo-Effekt einleitet.

Denn jetzt kommt Ostern, das Fest der Auferstehung Jesu. Aber es ist leider auch das Fest der Ostereier und -hasen. Und genau diese Hasen werden immer größer. Bis zu einem Kilo wiegt so ein Osterhoppler aus Schokolade. Und sein goldenes Kleidchen sorgt dafür, dass viele Nascher vergessen, dass sie mit ihm eine geradezu unglaubliche Kalorienbombe in der Hand haben. überlegen wir also gemeinsam, wie man Ostern feiern und überleben könnte, ohne wieder auf die schräge Bahn zu geraten.

1. Gemeinsam ist alles einfacher. Suchen Sie sich Gleichgesinnte im Familien- oder Freundeskreis. Wenn alle nicht unkontrolliert zum Marzipanei greifen, ist es einfacher.

2. Beginnen Sie mit einem vernünftigen Frühstück. Frühstücken wie ein Kaiser, Mittagessen wie ein König und Abendessen wie ein Bettelmann, haben schon unsere Vorfahren gewußt. Wer aufs Frühstück verzichtet, fällt mit einer Heißhungerattacke über das gut gefüllte Osternest her.

3. Kaufen Sie klug ein. Frisches Obst und Gemüse sollten dabei sein.

4. Reichlich Flüssigkeit sollten Sie zu sich nehmen. Trinken sollen Sie aber in erster Linie Mineralwasser und Tee. Das dämpft den Hunger und erleichtert der Niere die Arbeit.

5. Bewegen Sie sich! Der gute alte Osterspaziergang erfrischt Geist und Körper. „Nach dem Essen sollst Du ruhn oder tausend Schritte tun“, wusste schon die Oma, die auch immer gepredigt hat, das man am Tag 10.000 Schritte machen sollte. Mit jedem Schritt sind Sie allen weit überlegen, die sich nur aufs Sofa legen und warten, bis die Kalorien sich im Hüftgürtel abgesetzt haben.

6. Seien Sie nicht zu streng mit sich selbst. Natürlich schadet das eine oder andere Osterei nicht. Auch Fette sind für unseren Körper unverzichtbar. Fettmangel macht aggressiv. Das merken wir immer an Onkel Eduard, der ausgerechnet Ostern mit seiner Hungerkur beginnt.

7. Und wenn wir dann so schön im Familienkreis zusammen sitzen, stört es auch nicht, wenn abends ein guter Wein oder ein gepflegter Schoppen auf den Tisch kommt. Aber alles in Maßen eben!

Mit österlichen Grüßen

Rainer Hahne
Chefredakteur

P.s. Biertrinker verstehen den letzten Ratschlag gerne miss. In Maßen bedeutet nicht Bier im Literglas. Ein Liter Bier – das sind rund 480 Kalorien. Treibstoff genug für 50 Minuten auf dem Radl.

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