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Brückenschlag nach Griechenland

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Von: Rainer Hahne

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Von Europa überzeugt: der Vorstandsvorsitzende der Kasseler Sparkasse Ingo Buchholz, der Chef des Euro-Rettungsschirms Klaus Regling und der Vorsitzende der Europa Union Professor Hermann Heussner.
Von Europa überzeugt: der Vorstandsvorsitzende der Kasseler Sparkasse Ingo Buchholz, der Chef des Euro-Rettungsschirms Klaus Regling und der Vorsitzende der Europa Union Professor Hermann Heussner. © Hahne

Einen spannenden Gast hatte die documenta 14 nach Kassel gelockt. Und auf Einladung der Europa Union nutzte der Chef des Euro-Rettungsschirms Klaus Regling die Gunst der Stunde, um in der Kasseler Sparkasse für den Euro zu werben.

„Geht es dem Euro-Raum gut, geht es Deutschland gut”, fasste er seine Erfahrungen zusammen. „Durch den Euro sparen die deutschen Firmen jährlich 25 Milliarden Euro an Umtauschkosten und -risiken.“ Griechenland sei ein Sonderfall, sagte er den Mitgliedern der Deutsch-Griechischen Gesellschaft, die ebenfalls anwesend waren. „Die EU-Staaten haben Griechenland mit 270 Milliarden Euro Rettungsdarlehen geholfen.

Dadurch spart Griechenland jährlich zehn Milliarden Euro an Zinsen. Damit kann man schon eine Menge anstellen.“ Aufmerksam verfolgte Elias Lymberopoulos, Gründer der Deutsch-Griechischen Gesellschaft, dass Griechenland, Zypern, Portugal, Spanien und Irland in Reglings Augen Champions in puncto Wirtschaftsreform seien. Ingo Buchholz nutzte die Chance, um eine Lanze für die Sparkassen zu brechen, die während der Finanzkrise ein Stabilisierungsfaktor gewesen seien. Dafür dürfe man sie nicht bestrafen. Regling nahm das gern mit nach Brüssel, lobte die documenta, die einen Brükkenschlag zwischen Griechenland und Deutschland geleistet habe: „Es gab bedauerliche Spannungen zwischen den Ländern. Diese Spannungen wurden abgebaut. Deshalb schaue ich mir die documenta besonders gerne an.“

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