Bund muss Schleuse sanieren

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Kassel. Alter Vertrag beweist: Der Bund hat sich 1952 verpflichtet, den Betrieb der Schleuse zu sichern. OB Bertram Hilgen ist optimistisch.

Kassel. Eine sensationelle Wendung haben die zahlreichen, bislang ergebnislosen Verhandlungen mit dem Bundesverkehrsminsterium genommen. Eine uralte Akte beweist: Der Bund muss die Kasseler Stadtschleuse sanieren.Die Demonstrationen für den Erhalt der Kasseler Stadtschleuse hatten Gerhard Böttcher und Joachim Bürgel aktiv werden lassen. Nach langer intensiver Suche wurden sie ausgerechnet im Archiv des Tiefbauamtes fündig. "Dort lag eine Akte, die die langwierigen Verhandlungen zwischen der Stadt Kassel und der Bundesrepublik Deutschland minutiös beschrieben hat", schilderte Bürgel den aufsehenerregenden Fund. "Auch von einem Vertrag war die Rede, doch wo der war, wussten wir nicht."

Bund hatte sich 1952 verpflichtet, die Schleuse zu unterhalten

Rechtsanwalt Jan Hörmann, Commodore des wassersportreibenden  Vereins im Kasseler Hafen, setze sich mit Stadtkämmerer Dr. Jürgen Barthel in  Verbindung und bat darum, die Akte suchen zu lassen.Nur einen Tag später der Anruf. "Die Akte liegt auf meinem Tisch", konnte Barthel berichten. Und schnell war man sich im Rathaus sicher: "Der Bund hat sich 1952 in diesem Vertrag mit der Stadt Kassel verpflichtet, die Schleuse zu unterhalten und ihren Betrieb zu sichern." Die Wasser- und Schiffahrtsdirektion Hannover hatte im Februar 1952 den Vertrag mit der Stadt geschlossen und als Gegenleistung für den Betrieb und die Unterhaltung der Schleuse 25.000 Quadratmeter Fläche mit den dort vorhandenen Gebäuden und eine Ausgleichszahlung von 200.000 DM erhalten.

Hilgen:  Vertrag ist gültig

Oberbürgermeister Bertram Hilgen hofft, schon bald positive Nachrichten aus dem Bundesverkehrsminsiterium zu erhalten: "Ich freue mich, dass der Bund die  Verbindung von der Wehranlage zum Maschinenhaus mittlerweile saniert  hat. Ich hoffe, dasss uns bald mitgeteilt wird, wann und wie die Schleuse saniert wird." Mit der Vorlage des Vertrages könne man die Kasseler Schleuse nicht mehr in einem Atemzug mit anderen Anlagen nennen. Oberbürgermeister Bertram Hilgen hat keinen Zweifel daran, dass der Vertrag auch heute noch Gültigkeit besitzt.

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