Bund verbietet Rocker-Gruppe "Osmanen Germania BC" - Kasseler Gruppierung nicht davon betroffen

Die Verbotsverfügung wurde den rund 155 Mitgliedern, die sich aktuell auf 16 Chapter verteilen, zugestellt.

Kassel. Nach bundesweiten Durchsuchungen bei der rockerähnlichen „Gruppe Osmanen Germania BC“ ist die Vereinigung nun verboten.

Nicht vom Verbot und von den Durchsuchungen betroffen ist die Kasseler Gruppierung „Osmanen Kassel BC“. Obwohl der Name ähnlich ist, ist die Kasseler Gruppe kein Teil der Osmanen Germania BC.

Der Hessische Innenminister Peter Beuth hat das am Dienstag durch den Bundesinnenminister erfolgte bundesweite Verbot der rockerähnlichen Vereinigung Osmanen Germania Box Club (OGBC) begrüßt. Der Grund für das Verbot der Gruppierung: Weil Zweck und Tätigkeit des Vereins den Strafgesetzen zuwiderlaufe – die Mitglieder des Clubs lehnen den Rechtsstaat ab.

Die Verbotsverfügung wurde den rund 155 Mitgliedern, die sich aktuell auf 16 Chapter verteilen, zugestellt. Die Durchsuchungen dienen der Sicherstellung und Beschlagnahme von Vereinsvermögen und Kennzeichen des Vereins. In Hessen waren 24 Einsatzkräfte an den Maßnahmen beteiligt. „Die hessische Polizei hat den Osmanen-Rockern frühzeitig auf den Füßen gestanden. Wir haben ihnen stets deutlich signalisiert, dass für ihre kriminellen Umtriebe hier kein Platz ist. Jetzt werden mit dem bundesweiten Verbot endgültig ihre kriminellen Machenschaften beendet. Dass es heute zu diesem Verbot gekommen ist, ist auch unseren tüchtigen hessischen Polizistinnen und Polizisten zu verdanken. Wir haben von Anfang an nicht lockergelassen und damit deutlich gemacht, dass wir in Hessen keine rechtsfreien Räume dulden“, so Innenminister Peter Beuth.

Vorausgegangen waren dem Verbot umfangreiche strafrechtliche Ermittlungen des Hessischen Landeskriminalamtes (HLKA) und ein auf Initiative Hessens durch das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) geführtes vereinsrechtliches Ermittlungsverfahren.

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Kassel: Mutmaßlicher falscher Polizist vor Gericht - Er wollte Seniorin um rund 188.000 Euro betrügen

Dem 36-Jährigen aus dem Landkreis Coesfeld wird gemeinschaftlichen Betrug vorgeworfen. Er soll für eine Tätergruppe aktiv geworden sein, die durch die Betrugsmasche …
Kassel: Mutmaßlicher falscher Polizist vor Gericht - Er wollte Seniorin um rund 188.000 Euro betrügen

Exhibitionist mit heruntergelassener Hose in der Innenstadt festgenommen

Der Mann entblößte sich am Dienstagnachmittag in der Kasseler Kurfürstenstraße vor der Beifahrerin eines Autos.
Exhibitionist mit heruntergelassener Hose in der Innenstadt festgenommen

Erneuter Einbruchsversuch in Kiosk auf Königsplatz - Zeuge nimmt 13- und 18-Jährigen fest

Nachdem Unbekannte in der Nacht zum Dienstag versuchten in den Kiosk auf dem Königsplatz in der Kasseler Innenstadt einzubrechen, kam es dort in der Nacht zum heutigen …
Erneuter Einbruchsversuch in Kiosk auf Königsplatz - Zeuge nimmt 13- und 18-Jährigen fest

Auf freiem Fuß: Ex-Chef des Sicherheitsdienstes SD 24 vorübergehend aus dem Gefängnis entlassen

Vor kurzem erst verurteilt, jetzt aber schon wieder frei: Die Rede ist von Tim L. (36), dem ehemaligen Chef des Vellmarer Sicherheitsdienstes SD 24.
Auf freiem Fuß: Ex-Chef des Sicherheitsdienstes SD 24 vorübergehend aus dem Gefängnis entlassen

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.