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Burka-Verbot: Ja, bitte!

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Von: Rainer Hahne

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Briefwechsel vom EXTRA TIP-Chefredakteur Rainer Hahne. Diesmal an deutsch Politiker.

Briefwechsel. Sehr geehrte Politiker in Bund und Land,

in letzter Zeit wird mir ganz anders, wenn ich durch Kassel gehe. Die Anzahl der Damen, die wie Gespenster in einem schwarzen Ganzkörperschleier mit Sehschlitz, kurz Burka genannt, durch die Stadt gehen, wird ganz offensichtlich immer größer.

Es ist erschreckend wie die Menschen auf diese Maskerade reagieren. Kleine Kinder verstecken sich ängstlich hinter ihren Eltern. Erwachsene schauen verständnislos, erschrocken, aggressiv. Oder machen sich lustig.Mir selbst ist dieser Anblick unangenehm. Das hat in einer modernen, offenen Gesellschaft nichts zu suchen. Wer eine Burka trägt signalisiert dem Gegenüber: "Sprich mich nicht an, sieh mich nicht an. Ich will mit Dir nichts zu tun haben."  Mit Integration in unsere Gesellschaft hat das aber auch gar nichts zu tun. Ganz im Gegenteil!Ich habe mal mit einem jungen, modernen Imam über dieses Kleidungsstück gesprochen und er hat mir erklärt, dass Mohammed selbst es den Frauen empfohlen hatte.  Damals wurden die Damen offensichtlich wie der letzte Dreck behandelt, und die Burka sollte sie vor männlichen Übergriffen schützen.Außerdem – so der Imam – könne jede Frau selbst entscheiden, was sie anziehen wolle. Niemand werde gezwungen, eine Burka zu tragen.

Das hörte sich ganz anders an im Gespräch mit einer jungen, modernen Türkin: "Wir unterhalten uns natürlich nach dem Gebet auch darüber und schämen uns für Frauen, die so rumlaufen. Wir möchten das eigentlich nicht. Das passt einfach nicht mehr in die Zeit. Aber viele werden von ihren Männern dazu gezwungen.”Da frage ich mich was das für Männer sich, die ihre Frauen dazu zwingen, sich  mit Kopftuch und Burka von der übrigen Welt abzuschotten, wie Gespenster durch die Stadt zu wandern?Liebe PolitikerInnen, wenn wir unsere offene Gesellschaft verteidigen wollen, dann dürfen wir diese tragbaren Gefängnisse nicht auf unseren Straßen dulden. Es gehört zu unserer Kultur, dass wir alle unser Gesicht zeigen, uns nicht verstecken. Es gibt nicht umsonst das Vermummungsverbot.

Mit Toleranz hat das nichts mehr zu tun, wenn wir zulassen, dass Frauen auf diese Art und Weise unterdrückt werden. Wir werden aber genau hinschauen müssen, ob es religiöse Fanatiker gibt, die ihre Frauen dann ganz einsperren und gar nicht mehr auf die Straße lassen. In diesem, unserem Lande ist ja mittlerweile fast alles möglich.Mit offenen Grüßen,

Rainer HahneChefredakteur

P.s. Jetzt soll das deutsche Bildungswesen daran schuld sein, wenn junge Türken schulische und berufliche Probleme haben. Ich stelle mir gerade vor wie eine Burka-Trägerin deutsch lernt, mit ihren Freunden deutsch spricht, den Kindern deutsch beibringt und sich für sie in der Schule beim Elternabend unterstützt. Ich habe viel Phantasie,  aber dafür reicht es nicht.

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