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Chemieunfall bei Ikea: Sechs Verletzte - jetzt wird das Möbelhaus gelüftet

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Kassel. Bei Dacharbeiten sind Chemikalien in die Lüftungsanlage gelangt. Notärzte sind vor Ort. Heute bleibt das Möbelhaus geschlossen.

Kassel. Schwerer Zwischenfall bei Ikea: Wie die Polizei mitteilt, sind bei Dacharbeiten Chemikalien in die Lüftungsanlage des Möbelhauses geraten und sind so in die Atemluft im Inneren des Gebäudes gelangt. Sechs Personen sind verletzt worden. Die Feuerwehr ist mit Notärzten, Rettungskräften sowie einem speziellen Messfahrzeug im Einsatz.

Insgesamt waren allein von der Feuerwehr 65 Retter im Einsatz. Bei der Chemikalie soll es sich um einen Stoff handeln, der Augen, Haut und Atemwege reizt.

 +++ 16.18 Uhr +++

Nachdem die Feuerwehr Schadstoffmessungen im Gebäudeinneren durchgeführt hatte, wird  das Möbelhaus komplett geräumt und eine Belüftung durchgeführt. "Die Belüftung ist eine Vorsichtsmaßnahme, ein erneuter Schadstoffeintritt in das Gebäude hat nicht stattgefunden", so Polizeihauptkommissar Axel Rausch.

+++17.55 +++ Möbelhaus bleibt geschlossen +++ Personen im Krankenhaus +++

Nachdem das Gebäude des Möbelhauses geräumt worden war, wurde seitens der Geschäftsführung entschieden, dass die Geschäftsräume heute nicht mehr geöffnet werden. In der kommenden Nacht lässt die Geschäftsleitung weitere Luftschadstoffmessungen durchführen.

Nach bisherigem Stand wird davon ausgegangen, dass das Haus morgen planmäßig öffnen wird.

Nach jetzigem Sachstand wurden fünf Mitarbeiter und eine Kundin leicht verletzt. Die Personen wurdenzur Beobachtung in Krankenhäuser transportiert. Zur Zeit des Vorfalles befanden sich nach Schätzungen der Einsatzleitung ca. 400 - 500 Personen im Gebäude. Die Evakuierungsmaßnahmen verliefen unproblematisch.

Die Polizei war mit insgesamt elf Funkstreifenwagen vor Ort, die Feuerwehr hatte 65 Einsatzkräfte zum Einsatz beordert.Durch die Polizei wurde das Amt für Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik beim Regierungspräsidium Kasselin Kenntnis gesetzt. Ein Mitarbeiter kam vor Ort und untersucht die gewerblichen Dacharbeiten, welche unfallursächlich waren. Seitens der Polizei wird der Vorfall hinsichtlich eventuell strafrechtlich relevanter Verfehlungen durch das Polizeirevier Kassel Ost bearbeitet.

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