Kontrollen in Kasseler Gastronomien: Corona-Auflagen oft nicht eingehalten - zwei Bars mussten schließen

Wurde am Samstag kurzerhand vom Ordnungsamt dicht gemacht: Die „mittel Bar“ auf der Friedrich-Ebert-Straße.
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Wurde am Samstag kurzerhand vom Ordnungsamt dicht gemacht: Die „mittel Bar“ auf der Friedrich-Ebert-Straße. Insgesamt kontrollierte das Ordnungsamt 23 Gastronomien, bei 16 davon wurden zumeist pandemierechtliche Verstöße registriert.

An den meisten Vordertüren hängt ein Zettel, der auf die 2G+-Regel verweist. Hinter den Türen dging es dann aber nicht immer Coronakonform zu. 23 Gastronomiebetriebe wurden am Wochenende kontrolliert, bei 16 wurden zumeist Verstöße gegen die Pandemieregeln registriert, eine Bar musste an dem Abend ganz, eine andere nur einen Raum schließen.

Kassel Feiern unter Pandemie-Bedingungen - das war sicher schon mal schöner und einfacher. Während die Gastronominnen und Gastronomen der Kasseler Restaurants unter den neuen 2G+-Regeln ächzen und mit weniger Gästen rechnen, haben es Bars und Kneipen nicht leichter. „Eintritt nur für geimpfte oder genesene Gäste mit negativem Testnachweis“, ist auf den Zetteln die im Fenster hängen zu lesen.

Mit den Auflagen auf die noch am Eingang hingewiesen wird, nahm es unter anderem die „mittel Bar“ auf der Friedrich-Ebert-Straße dann aber anscheinend nicht ganz so genau - und das mit Folgen. Kräfte des Ordnungsamts machten der Party am Samstag gegen 1 Uhr ein schnelles Ende.

Allerdings war die Bar auf der Friedrich-Ebert-Straße nicht die einzige Lokalität die kontrolliert wurde und bei der Verstöße festgestellt wurden, wie die Stadt Kassel auf Anfrage bestätigt. „Insbesondere in der Nacht von Samstag auf Sonntag wurden 23 Gastronomiebetriebe im gesamten Stadtgebiet kontrolliert. Der Schwerpunkt der Kontrollen lag auf der Kontrolle der Einhaltung der Pandemie-Regeln. Daneben wurden aber auch gewerberechtliche Verstöße dokumentiert“, sagt ein Sprecher der Stadt Kassel.

Demnach wurden laut Stadt in 16 Gastronomiebetrieben überwiegend pandemiebedingte aber eben auch gewerberechtliche Verstöße festgestellt. „Die Mehrzahl der pandemiebedingten Verstöße lag in der Missachtung der 2G Plus-Regelung, Verstößen gegen die Maskentragepflicht sowie des Abstandsgebotes. Als gewerberechtliche Verstöße konnten Aufsichtspflichtverletzungen, d.h. die Gastronomie wurde nicht oder nicht durch zuverlässiges Personal beaufsichtigt sowie Verstöße gegen das Nichtraucherschutzgesetz aufgedeckt werden. Im Ergebnis kam es insgesamt zu 47 Beanstandungen in einer Nacht. Darunter zwei Schließungs- bzw. Teilschließungsverfügungen von Gastronomien“, so ein Stadtsprecher. Davon betroffen war neben der Gastronomie im Vorderen Westen auch eine im Stadtteil Wesertor.

In welchen Fällen eineformelles Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet werden oder ob beispielsweise eine schriftliche Abmahnung als ausreichend erachtet werden kann, werde noch geprüft. „Grundsätzlich können Verstöße gegen die Coronavirus Schutzverordnung mit einem Bußgeld von bis zu 25.000 Euro, Verstöße gegen das Hessische Gaststättengesetz mit bis zu 10.000 Euro und Verstöße gegen das Hessische Nichtraucherschutzgesetz mit bis zu 2.500 Euro gegenüber Gewerbetreibenden geahndet werden“, so die Stadt. Insbesondere die Gastronomien, in denen es zu Beanstandungen gekommen ist, sollen zeitnah wieder vom Ordnungsamt kontrolliert werden.

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