Coronavirus: So gehen Betriebe mit Verbot um

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Miroslav Nikolic (Restaurant Eckstein): „Weil das Restaurant ab 18 Uhr geschlossen werden muss, habe ich mich entschieden, dass wir einen Lieferservice anbieten. Die Idee zu einem ganztägigen Lieferservice kam mir schon letzte Woche. Denn wir haben schon diesbezüglich Gas gegeben und unsere Maßnahmen verschärft, bevor eine Aufforderung vom Gesundheitsamt dafür kam. Ich halte mich natürlich an die Anweisungen der Ämter und befürworte die Handlungen. Schon vor Wochen habe ich die Desinfektionsmaßnahmen erhöht und auch ständig die Kugelschreiber desinfiziert, mit denen die Leute die Zettel fürs Gesundheitsamt ausfüllen mussten, wenn sie in einem Restaurant essen waren. Wir werden nun also weiterhin frisch zubereitete Speisen und Getränke zum Abholen und zum nach Hause liefern anbieten. Wer möchte, kann auch Toilettenpapier oder Küchenrollen/Haushaltstücher ordern.“
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shionstore): „Ich habe in den letzten Tagen viel mit meinem Team darüber nachgedacht, was ich mache, wenn ich mein Geschäft aufgrund der Corona-Pandemie schließen muss. Am Mittwoch war es soweit: Schweren Herzens mussten auch wir unsere Tür auf unbestimmte Zeit schließen. Es wird für uns alle eine schwere Zeit werden, dennoch hoffen wir auf ein baldiges, fröhliches, gesundes Wiedersehen mit unseren Kunden. Bis dahin ist mein Team weiter online da. Auf Instagram werden wir ständig Outfits, Schuhe, Taschen und tolle Neuigkeiten zeigen. Interessierte können die Lieblingsteile über Instagram oder telefonisch bestellen und wir liefern sie kostenfrei und kontaktlos zum Kunden. Bezahlung ist über Paypal und Vorkasse möglich.“
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Yannick Klütsch (Sudhaus Kassel): „Uns trifft die Schließung der Gastronomie heftig. Wir werden die Zeit nun nutzen, um unseren Biergarten auf Vordermann zu bringen. Allerdings ist da ja auch noch unklar, in welchem Maß und wann er geöffnet sein darf. Wir schauen optimistisch nach vorn.“ Mit im Bild: Sudhaus-Mitarbeiter Marian Porstmann (re.)
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In diesen Tagen wird aus dem „Ritter der Rotwurst“ der „Ritter der Notwurst“: Die Mündener Fleischerei Schumann reagiert auf die Corona-Krise und möchte ihren Teil dazu beitragen, dass die Menschen weiterhin versorgt werden, ohne das Zuhause verlassen zu müssen: „Wir möchten dabei helfen, dass die Lebensmittelversorgung gewährleistet wird. Viele gehen mit gutem Beispiel voran und tätigen Einkäufe für andere, die das eigene Haus nicht mehr verlassen können oder möchten. Meist sind das Ältere, die besonders gefährdet sind und zu den Risikopatienten gehören. Dieser Generation sind wir, wie wir finden, etwas schuldig, weshalb wir ab sofort einen Lieferdienst ins Leben rufen“, erklärt Fleischermeister Uli Schumann.
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Alexander Hess (Direktor Hotel Kloster Haydau in Morschen): „Für uns ist die Situation besonders hart. In der Nacht zum Mittwoch hatten wir nur drei Übernachtungen. Überwiegend wird unser Hotel von Geschäftsleuten genutzt. Bei uns wird es wohl bezüglich unserer 80 Mitarbeiter auf Kurzarbeit hinauslaufen und wir prüfen gerade, ob wir über Ostern zwei Wochen komplett schließen können. Bis dahin werden wir noch Sachen erledigen, die sonst nebenbei gemacht werden. Da die Anlage auch gern für Hochzeitsfeiern genutzt wird, musste ich auch vielen Hochzeitspaaren absagen. Und das Schlimme ist: Keiner weiß, wann der Betrieb wieder aufgenommen wird. Natürlich habe ich für die Maßnahmen Verständnis: Gesundheit geht schließlich vor.“

Wir fragten bei einigen Geschäftsbetreibern nach, wie sie mit der Krise umgehen.

Kassel. Ob Kneipen, Modeläden oder Restaurants: Viele Firmen mussten aufgrund der Corona-Pandemie ihren Betrieb einstellen. Für viele geht es dabei ums Überleben. Wir fragten bei einigen Geschäftsbetreibern nach, wie sie mit der Krise umgehen.

Damit beispielsweise Floristen nicht auf ihrer vergänglichen Ware sitzen bleiben, sind auch sie erfinderisch: Die Gärtnerei Metz in der Kasseler Unterneustadt bietet vor dem geschlossenen Ladengeschäft eine „Kasse des Vertrauens“ für Selbstbediener, die „Blüherei“ (Friedrich-Ebert-Straße) vertreibt ihre Sträuße über verschiedene Tankstellen und Wanda Kropf (Floristik & Wohnkultur, Bad Wilhelmshöhe) bietet einen kostenlosen Lieferservice.

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