Courage zahlt sich aus: Polizeimedaillen für mutige Kasseler

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Nach der feierlichen Verleihung: Polizeipräsident Konrad Stelzenbach (li.), Oberbürgermeister Christian Geselle (5.v.li.) und Justizministerin Eva Kühne-Hörmann (re.) mit den Kasseler Preisträgern der diesjährigen Polizeimedaille Melina Menger, Jonathan Kölbel, Anna Frey, Melina Momberg, Geronimo Kolks, Özlem Akyüz und Albert Drachenberg (v.li.).

Der Verein Bürger und Polizei Kassel verlieh am Dienstagabend 14 Polizeimedaillen an Bürger, die durch ihr couragiertes Handeln die Polizeiarbeit unterstützt haben.

Kassel. Zum 19. Mal haben der gemeinnützige Verein Bürger und Polizei in Kassel und das Polizeipräsidium Nordhessen am Dienstagabend öffentlich Menschen ausgezeichnet, die im vergangenen Jahr die Arbeit der Kasseler beziehungsweise der nordhessischen Polizei in vorbildlicher Weise unterstützt und durch ihre couragierten Taten dazu beigetragen haben, Straftaten zu verhindern, sie aufzuklären oder Tatverdächtige dingfest zu machen.

Vierzehn Mitbürger aus Kassel und der Region wurden vom Präsidium des Vereins nach Vorschlägen der nordhessischen Polizeidienststellen für die Auszeichnung mit der „Kasseler Polizeimedaille“ ausgewählt. Sie konnten am Abend die Ehrung aus den Händen von Polizeipräsident Konrad Stelzenbach, der auch Präsident des Vereins Bürger und Polizei in Kassel ist, entgegen nehmen.

Präsident Stelzenbach wurde bei der Übergabe der Medaillen von Justizministerin Eva Kühne-Hörmann und dem neuen Kasseler Oberbürgermeister Christian Geselle unterstützt. Beide Ehrengäste und Polizeipräsident Konrad Stelzenbach zollten in ihren Ansprachen den neuen Trägern der Kasseler Polizeimedaille gegenüber für ihre Zivilcourage und ihr mutiges Handeln großen Respekt und brachten ihre persönliche Anerkennung zum Ausdruck.

Auch die diesjährigen Medaillenträger sind Vorbilder für unsere Gesellschaft. Darin waren sich am Abend alle im Polizeipräsidium Nordhessen einig. „Die vielen mutigen Taten, das Eingreifen und Helfen, welches der Verein Bürger und Polizei in Kassel und das Polizeipräsidium Nordhessen mit der Polizeimedaille auszeichnen, zeigt, wie wichtig Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung in unserer Gesellschaft sind. Die Sicherheitsbehörden sind auf Menschen mit Zivilcourage angewiesen, Menschen, die hinsehen, wenn es nur allzu einfach wäre wegzuschauen“, sagte Justizministerin Eva Kühne-Hörmann.

„Das Verhalten der Preisträger mit der Kasseler Polizeimedaille auszuzeichnen und öffentlich zu machen, setzt ein Zeichen und wird hoffentlich viele weitere Menschen dazu animieren, bei Gefahr und Not nicht wegzusehen, sondern zu helfen“, so die Staatsministerin weiter. „Zivilcourage ist eine innere Haltung“, würdigte Kassels Oberbürgermeister Christian Geselle die mit der Polizeimedaille ausgezeichneten Bürger. Mit der Preisverleihung trage der Verein Bürger und Polizei dazu bei, ein Bewusstsein zu schaffen für ein besseres Miteinander in unserer Gesellschaft.

Geselle: „Sicherlich kostet es Überwindung, mutig für andere und deren Unversehrtheit einzutreten. Hilfe holen oder andere aufmerksam machen, wenn es gefährlich wird, ist aber unerlässlich. Denn Sicherheit und Ordnung geht uns schließlich alle an“, erklärte der Kasseler Oberbürgermeister. Die Auszeichnung erfolgte im Rahmen eines Festaktes im Polizeipräsidium in Kassel. Rund 200 Vereinsmitglieder und Ehrengäste waren der Einladung gefolgt. Trotz aller Prominenz der Ehrengäste standen natürlich auch in diesem Jahr die Medaillenträger und ihre couragierten Taten im Mittelpunkt des Abends.

Die vierzehn neuen Träger der Kasseler Polizeimedaille, darunter sechs Frauen, fünf Männer und drei Kinder, sind in diesem Jahr zwischen 12 und 79 Jahre alt. Sie kommen aus Kassel (5), Eschwege (3), Witzenhausen (3), Lohfelden (1), Schauenburg (1) und Bad Wildungen (1).

Hit Radio FFH erhält Sondermedaille

Erstmals verlieh der Verein Bürger und Polizei in diesem Jahr auch die „Polizeimedaille Spezial“. Sie ging an den hessischen Radiosender Hit Radio FFH für seine Kampagnen „Bildung der Rettungsgasse“ und „Gefahren der Handynutzung am Steuer“.

„FFH hat sich mit dieser beispielgebenden Präventionskampagne verdient gemacht und einen großen Beitrag zur Unterstützung der Polizeiarbeit geleistet“, so Wolfgang Jungnitsch, Geschäftsführer des Vereins Bürger und Polizei Kassel. Der Radiosender greift die Themen der Verkehrssicherheit nicht nur in seinem Radioprogramm sowie auf FFH.de und bei Facebook immer wieder auf, sondern will bald auch einen Bekenner-Aufkleber zur Rettungsgasse, den sich alle Hessen ab Ende Februar aufs Auto kleben können, herausbringen.

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