Dachterrasse und Fensterbar: Kaufhof wird zum Gastro-Hotspot während der documenta

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Herrlicher Blick: Auf dem Kaufhof-Parkdeck werden zur documenta Gäste bewirtet.

Dass das Team vom Kasseler Kaufhof kunstaffin ist, hat es schon in der Vergangenheit bewiesen. Nun wird das verwirklicht, was keiner mehr für möglich gehalten hatte.

Kassel. Seit Jahren ist es ein nie verwirklichter Traum. Nun realisieren die Gastronomen Karl Börries und Georg Brechtken (York, Club 22) zur documenta etwas, das keiner mehr für möglich gehalten hatte: Während der Kunstschau wird es für 100 Tage auf dem Kaufhof-Parkdeck – während der regulären Öffnungszeiten des Kaufhauses – Getränke und kleine Snacks in netter Dachgarten-Atmosphäre geben. Der Clou ist sicherlich der Blick: Direkt auf das „Parthenon of Books“, den rauchenden Zwehrenturm, das Fridericianum sowie Hiwa K.’s Röhrenkunstwerk. Grandios! Schon jetzt kommen Fotografen reihenweise auf das Dach, um das derzeit noch beliebteste Motiv der kommenden documenta einzufangen. Einzig der Aufbau bereitet den Planern noch Kopfzerbrechen: Alle Teile für Terrasse und Verkaufskiosk müssen in dutzenden Fahrten mit dem Pickup die Parkhaus-Schnecke hinaufgefahren werden, da dort ein Lkw nicht hinaufkommt. Den Drehwurm gibt es gratis!

Klein, aber Fein: Rund 13 Quadratmeter stehen den Kunststudenten zur Verfügung.

Fensterbar mit Kunst

Dass das Team vom Kasseler Kaufhof kunstaffin ist, hat es schon in der Vergangenheit bewiesen, in der u.a. Kunststudenten ihre Objekte in den Schaufenstern ausstellen durften. Nun wandte sich der Kaufhof erneut an die Kunsthochschule und bat um Konzepte für die Nutzung des Schaufenster rechts neben dem Haupteingang. Durchsetzen konnten sich fünf Kunst- und Produktdesign-Studenten, die in dem Schaufenster mit eigener Eingangstür eine „Fensterbar“ (genauer Name steht noch nicht fest) mit Café über die 100 Tage der documenta betreiben möchten. „Derzeit sind wir mitten in der Planung, wie das genau aussehen könnte“, berichten die kreativen Jungs. Dafür soll auch der Gourmet-Markt im Kaufhof mit einbezogen werden. „Die Getränke, die wir verkaufen, werden natürlich aus dem Kaufhof bezogen.“

Wollen zur documenta im Kaufhof eine „Fensterbar“ erreichten: (v.li.) Filip Dippel, Jero van Nieuwkoop, Julius Abromeit, Sascha Kleczka und Erik Schäfer.

Weiter sei man mit einer Kaffee-Rösterin im Gespräch. Man prüfe jetzt aber erst einmal, was bezüglich Interieur, etwaige Außenbestuhlung, Öffnungszeiten und Kunstaktionen möglich ist. Wir berichten nach, sobald es Neuigkeiten zum Projekt gibt.

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