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DAK-Gesundheitsreport 2022: Erkältungswelle hat Krankenstand versiebenfacht

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Regionaler DAK-Gesundheitsreport 2022: Im ersten Halbjahr 2022 hatten Erwerbstätige in der Stadt und im Landkreis Kassel deutlich mehr Fehltage als im Vorjahreszeitraum.
Regionaler DAK-Gesundheitsreport 2022: Im ersten Halbjahr hatten Erwerbstätige in der Stadt und im Landkreis Kassel deutlich mehr Fehltage als im Vorjahreszeitraum. ©  DAK-Gesundheit/iStock

Stadt und Landkreis Kassel: Beschäftigte waren im ersten Halbjahr 2022 häufiger krankgeschrieben

Kassel Im ersten Halbjahr 2022 hatten Erwerbstätige in der Stadt und im Landkreis Kassel deutlich mehr Fehltage als im Vorjahreszeitraum. Der Krankenstand in der Region lag bei 4,8 Prozent und damit um 13 Prozent über dem Niveau des ersten Halbjahres 2021. Das bedeutet, dass an jedem Tag bis Ende Juni durchschnittlich 48 von 1.000 DAK-versicherten Beschäftigten krankgeschrieben waren. Beim Blick auf die einzelnen Monate zeigt sich: Im April gab es im Vergleich zum Vorjahr den größten Anstieg (plus 50 Prozent). Das geht aus dem aktuellen Gesundheitsreport der DAK-Gesundheit für die Stadt und Landkreis Kassel hervor.

Verantwortlich für den Anstieg der Fehltage in der Stadt und im Landkreis Kassel waren vor allem Erkältungen. Bis Ende Juni kamen in der Region auf 100 DAK-Versicherte insgesamt 168 Fehltage aufgrund von Atemwegsproblemen – deutlich mehr als im gleichen Zeitraum 2021 (63 Tage). „Parallel zu den Lockerungen der Pandemie-Schutzmaßnahmen im März 2022 konnte sich eine ausgeprägte Erkältungswelle entwickeln. Sie wurde dazu noch von der hochansteckenden Omikron-Variante begleitet“, kommentiert Andreas Kohlrautz, Chef der DAK-Gesundheit in Kassel die Ergebnisse. Die Fehltage aufgrund von Corona sind um das Siebenfache gestiegen: Statistisch gesehen kamen auf 100 DAK-Versicherte 59 Corona-Fehltage, 50 Tage mehr als im ersten Halbjahr 2021.

Fehlzeiten wegen psychischer Erkrankungen abgenommen

Der DAK-Gesundheitsreport für die Stadt und den Landkreis Kassel zeigt zudem den Anteil der wichtigsten Krankheitsgruppen am gesamten Krankenstand: Die meisten Fehltage des ersten Halbjahres 2022 gingen auf das Konto von Erkrankungen am Muskel-Skelett-System wie zum Beispiel Rückenleiden oder Bandscheibenschäden. Die Anzahl der Fehltage in diesem Bereich betrug 172 Tage je 100 DAK-versicherte Beschäftigte, ein Rückgang um 39 Tage im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. An zweiter Stelle des Rankings folgten die Atemwegserkrankungen und an dritter die psychischen Erkrankungen, wie etwa Depressionen. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres waren es in dieser Erkrankungsgruppe 142 Fehltage je 100 DAK-versicherte Beschäftigte – 13 weniger als im Vorjahreszeitraum.
„Der Rückgang bei den Fehltagen wegen psychischen Erkrankungen darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass manche Menschen während der Corona-Krise über sehr lange Zeiträume krankgeschrieben sind. Es ist besorgniserregend, wenn psychische Erkrankungen in Krisenzeiten langwieriger werden“, sagt Andreas Kohlrautz.

Angesichts der fortgeschrittenen Pandemie, des Ukraine-Kriegs und der Energiekrise sieht die DAK-Gesundheit die Firmen vor großen Herausforderungen. „Damit in dieser Situation gesundes Arbeiten gelingen kann, ist Betriebliches Gesundheitsmanagement wichtiger denn je“, sagt Kohlrautz. Die DAK-Gesundheit hat dazu digitale Angebote entwickelt, die sich auch eignen, wenn Beschäftigte wieder im Homeoffice arbeiten oder etwa zwischendurch kleine Erholungspausen einschieben möchten. Es gibt Online-Vorträge, -Seminare und weitere digitale Anwendungen aus den verschiedenen Bereichen der Betrieblichen Gesundheitsförderung: Ob Stressbewältigung, Bewegungsförderung oder Tipps zur Konfliktlösung – die Themen sind vielfältig und werden laufend aktualisiert.

Die DAK-Gesundheit ist eine der größten gesetzlichen Krankenkassen Deutschlands. Sie hat mehr als eine Million Versicherte in Hessen, davon rund 42.000 in der Stadt und im Landkreis Kassel. Mehr Informationen zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement der Kasse gibt es online unter: www.dak.de/BGM

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