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Dank Spendern: Kasseler Pärchen bringt Hund aus Australien mit

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Von: Victor Deutsch

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Zu Besuch in der EXTRA TIP-Redaktion: Marcel Schmager und Anja Ködding mit „Digger“, den sie aus Australien mitbrachten. © Soremski

Ein großes Echo hatte unsere Geschichte über ein Pärchen aus Kassel und den Hütehund "Digger" ausgelöst. Die Angst des Vierbeiners vor Schafen hätte wohl zu einem Leben an der Kette geführt. Nun ist das Trio sicher in der alten und neuen Kasseler Heimat angekommen.

Kassel.  Wenn junge Menschen für eine längere Zeit in die Ferne reisen, dort arbeiten und viele neue Menschen kennen lernen, bringen sie bei ihrer Rückkehr einen reichen Erfahrungsschatz mit. So geht es auch Marcel Schmager und Anja Ködding nach elf Monaten in Australien. Ihr besonderes Mitbringsel, herzerwärmend und schwanzwedelnd, stellten sie nun in der EXTRA TIP-Redaktion vor.

Denn „Digger“, wie der fröhliche Vierbeiner heißt, kam dank der Hilfe unserer Leser mit dem Kasseler Pärchen an die Fulda. Anja Ködding und Marcel Schmager hatten uns im Februar vom Schicksal des australischen Hütehundes berichtet, der für seinen Job ungeeignet war und dem ein Leben an der Kette drohte. Die von ihnen für die Finanzierung seines Deutschland-Tickets ins Leben gerufene crowdfunding-Aktion brachte schließlich die fehlenden australischen Dollars.

„Wir sind allen Menschen so dankbar, die uns so toll unterstützt haben“, sagt Anja Ködding. Viele Menschen hätten sich die Mühe gemacht, ihre Kontodaten zu erfragen, da sie nicht über das Online-Portal spenden wollten. „Und dazu haben uns so viele Emails erreicht, die uns viel Glück für unseren Plan gewünscht haben“, berichtet Ködding gerührt. Nachdem sie gemeinsam mit Digger viele Monate durch Australien tingelten, überwiegend auf Farmen arbeiteten und das Land kennenlernten, sind sie nun seit gut zwei Wochen wieder in Kassel.

 „Die Rückreise dauerte 24 Stunden – auch für Digger“, berichtet Marcel Schmager. Den Moment, als sie drei Stunden nach Ankunft in Frankfurt ihren Reisegefährten wieder in die Arme schließen konnten, vergessen sie wohl nie. „Außer einer leichten Erkältung hat er den Flug gut überstanden“, sagt Schwager. Auch die Temperaturunterschiede zwischen Australien und dem Kasseler „Sommer“ seien für ihn kein Problem gewesen. „Da in Australien zur Zeit Winter ist, hatten wir auch nur 14 Grad – allerdings mit Sonne“, berichten die Heimkehrer.

Nun freuen sich alle drei auf die gemeinsame Wohnung – Parterre mit Garten – die sie nächste Woche beziehen können. Und nach 40.000 Kilometern im Auto ist Digger überglücklich, dass das Pärchen auch in Deutschland bald wieder eines besitzt. „Er liebt es“, weiß Anja Ködding.

Fliegen muss der ehemalige Hütehund-Azubi mit der Schaf-Phobie so schnell nicht mehr. Und reisen wird man künftig nur noch gemeinsam. „Ein Auto ausbauen und dann Stück für Stück Europa erkunden – das ist der Plan“, verrät Marcel Schmager. Schafe zur fürchten braucht „Digger“ dann nicht. „Er ist in unserer gemeinsam Zeit viel selbstbewusster geworden“, hat Anja Ködding beobachtet. Und die ersten Begegnung mit nordhessischen Kühen nahm den Hund von „down under“ äußerst gelassen hin.

Treffen mit Digger

„Viele Menschen haben uns gefragt, ob sie Digger nach unserer Heimkehr mal kennenlernen dürfen“, sagt Anja Ködding. Daher werden die drei am Sonntag, 30. Juli, um 13 Uhr eine Gassi-Runde zum Kennenlernen für alle Digger-Freunde starten. Los geht es an der Strandbar.

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