Demo-Veranstaltungen in Kassel: Bundespolizei und Polizeipräsidium Nordhessen ziehen Einsatzbilanz

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Rund 10.000 Teilnehmer nahmen an den Versammlungen in der Stadt teil.

Kassel. Am Samstag nahmen rund 10.000 Teilnehmer an Versammlungen im Kasseler Stadtgebiet teil. Die allermeisten Teilnehmer verhielten sich friedlich, berichtet das Polizeipräsidium Nordhessen. Einige, die sowohl an dem Aufzug der Partei "Die Rechte" als auch an den Gegendemonstrationen teilnahmen, hielten sich leider nicht an die Regeln und mussten vor und während des Einsatzes vorläufig festgenommen werden. Teilnehmer beider Demonstrationen müssen sich nun wegen Verstößen gegen das Waffen-, Versammlungs- und Betäubungsmittelgesetz sowie wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen verantworten. Nach derzeitigen Erkenntnissen ist niemand ernsthaft verletzt worden.

Ausnahmezustand in Kassel: Demo legt Stadt lahm - friedliches Zeichen gegen Rechts

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Bereits am Samstagmorgen versammelten sich Teilnehmer des "Bündnisses gegen Rechts" am Kasseler Hauptbahnhof und begaben sich in einem Aufzug in Richtung des Stadtteils Unterneustadt. Dort startete gegen 13 Uhr der Aufzug der Partei "Die Rechte" nach einer Auftaktkundgebung am Unterneustädter Kirchplatzes mit rund 120 Teilnehmern zu einem Aufzug über die Hafenstraße, Scharnhorststraße, Dresdner Straße und zurück zum Ausgangspunkt. Nach einer Abschlusskundgebung verließen die Teilnehmer gegen 16.15 Uhr die Versammlung. Während des Aufzugs kam es zu Flaschenwürfen gegen die Teilnehmer und eingesetzte Polizeibeamte, bei denen niemand verletzt wurde. Die Polizei musste im Bereich der Hafenstraße kurzfristig Pfefferspray einsetzen, da eine etwa 12-köpfige Personengruppe auf den Aufzug zustürmte. Acht Personen nahm die Polizei dabei in Gewahrsam. Es kam insgesamt zu 31 freiheitsbeschränkende / freiheitsentziehende Maßnahmen. 16 Personen konnten nach der Feststellung ihrer Identität sofort auf freien Fuß gesetzt werden, 15 Teilnehmer mussten die Beamten zu weiteren Ermittlungen ins Polizeipräsidium begleiten.

Aus Sicht der Bundespolizei in Kassel verliefen die An- und Abreisen zu den verschiedenen Demonstrationsveranstaltungen am heutigen Samstag problemlos. Die letzten Veranstaltungsteilnehmer aus dem rechten Spektrum sind gegen 17.20 Uhr über den Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe abgereist.

Ein Aufeinandertreffen mit Teilnehmern aus dem Bereich der Gegenveranstaltungen konnte durch konsequenten Polizeieinsatz unterbunden werden. Insgesamt wurden vier Platzverweise ausgesprochen.

Es kam darüber hinaus zu keinerlei Zwischenfällen im Bereich der Bundespolizei. Etwa 1000 Veranstaltungsteilnehmer kamen am Samstag mit Zügen in die Documenta-Stadt.

"Wir waren mit rund 200 Beamten im Bereich der Kasseler Bahnhöfe gut aufgestellt und auf mögliche Einsatzverläufe vorbereitet!", sagte die Polizeiführerin der Bundespolizei, Polizeidirektorin Sonja Koch-Schulte. "Ich bin sehr froh darüber, dass der Einsatz friedlich geblieben ist!", so die Polizeichefin weiter.

Unterstützt wurde die Kasseler Dienststelle von Kräften der Direktion Bundesbereitschaftspolizei, der Mobilen Kontroll- und Überwachungseinheit der Bundespolizeidirektion Koblenz und der Bundespolizei-Fliegerstaffel Fuldatal.

Die Sicherheit des Bahnverkehrs und der Schutz der Versammlungsfreiheit standen gleichermaßen im Fokus der polizeilichen Maßnahmen.

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