Demo zum Weltfrauentag: Frauen und Queers Streik vor dem Rathaus

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Aktiv beim Frauen und Queers Streik Kassel: (v.li.) Isabel Meyer zu Riemsloh, Anna Zenk, Noemi Dedring und Claudia Hunink.
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Anlässlich des Weltfrauentags versammelten sich Mitglieder und Unterstützende des Frauen und Queers Streik Kassel, um unwürdige Zustände für Frauen zu bestreiken. Wir haben die Bilder.

Kassel. "Über die Welt breitet sich eine Bewegung von streikenden Frauen und Queers aus, von Polen bis Argentinien, von New York bis Hongkong, von Spanien über Nigeria bis Australien. Auch wir sehen Grund zum Streik und sagen: Es reicht! Lasst uns am 8. März zusammen streiken" - So heißt es auf der Internetseite des Frauen und Queers Streik Kassel. Zum Weltfrauentag haben sich die fünfzehn Mitglieder des Streik-Komitees, mit vielen weiteren Unterstützenden aus ganz Deutschland, von 11 bis 17 Uhr vor dem Kasseler Rathaus versammelt.

Bestreikt werden maßgeblich unwürdige Zustände für Frauen indem die Engagierten nicht zur Arbeit, Schule oder Hochschule gehen, bewusst die Hausarbeit liegen lassen, andere Personen nicht umsorgen und sich untereinander austauschen. Bei einem „Offenen Raum“ erfolgt der Austausch in zahlreichen Workshops, deren Themengrundlage Fragen wie "Welche Rolle spielen Frauen in der Kunst? Hast du schon mal etwas vom Muttermythos und (queer-)feministische Elternschaft gehört? Worum geht es bei der Frauenbewegung in Lateinamerika?" bilden. Mit dabei sind ebenfalls politische Organisationen wie die 4StundenLiga, fridaysforfuture oder die Christliche Initiative Romero, die beispielsweise Arbeiterinnen aus mittelamerikanischen Nähfabriken unterstützt.

Neben Musik bekannter Künstlerinnen und Redebeiträgen gab es bereits eine besondere Aktion, bei der die Streikteilnehmenden mit Kochtöpfen klapperten, Putzmittel und Haushaltsgegenstände auf den Boden schleuderten und als symbolische Geste auch ein Tulpenstrauß sein Ende auf dem Asphalt fand. Mit dieser Niederlegung der Kehrarbeit sollte ein erstes Zeichen gesetzt werden, bevor es von 17 bis 19.30 Uhr zur Demonstration zum Internationalen Frauentag geht. Für eine gerechte Gesellschaft ohne Diskriminierung aufgrund von Geschlecht, Arbeitstätigkeit, Sexualität oder Herkunft, führt der Protestzug vom Rathaus über die Friedrich-Eber-Straße bis weit in den Vorderen Westen.   

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