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Die Fulda im und auf dem Wasser genießen - Behörden appellieren: Rücksicht aufeinander nehmen

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Von: Ulf Schaumlöffel

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Rufen zu Rücksicht auf dem Wasser auf: (v.li.) Christof Nolda (Umweltdezernent), Alexander Lorch (Leiter der Wasserschutzpolizei Kassel), Cornelia Engelhardt-Fröhlich (Runder Tisch Neue Wege auf dem Wasser).
Rufen zu Rücksicht auf dem Wasser auf: (v.li.) Christof Nolda (Umweltdezernent), Alexander Lorch (Leiter der Wasserschutzpolizei Kassel), Cornelia Engelhardt-Fröhlich (Runder Tisch Neue Wege auf dem Wasser). © Foto: Soremski/Stadt Kassel

Viele Leute nutzen die Fulda zum Schwimmen, Angeln, Boot fahren, oder Stand-Up-Paddeling (SUP). Doch das führt zu dem Effekt, dass es auf dem Fluss immer voller wird.

Kassel Immer mehr Leute entdecken gerade, wie schön die Fulda und die Lebensqualität am Fluss ist. Das Schwimmen und Baden in der Fulda hat in den letzten Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen, ebenso wie Aktivitäten rund um das Fuldaufer. An verschiedenen Stellen wird der Fluss im Stadtgebiet intensiv für verschiedene Wasseraktivitäten genutzt.

Viele nutzen die Fulda zum Schwimmen, Angeln, Boot fahren, oder Stand-Up-Paddeling (SUP). Doch das führt zu dem Effekt, dass es auf dem Fluss immer voller wird.

Und das kann gefährlich werden. Denn: Nicht nur das Schwimmen in öffentlichen Gewässern kann gefährlich werden. Schwimmer sind von Booten aus oft nur schwer zu erkennen. Gerade bei Ruderbooten, die rückwärts rudern, kann schnell ein Badender übersehen werden und ein Ruder abbekommen. Oft zu beobachten ist auch: Viele Steh-Brett-Fahrer wissen nicht einmal, wer Vorfahrt auf dem Wasser hat. Mit der Folge: Die Paddler halten sich nicht an die Regeln und es kommt zu brenzligen Situationen.

Am Montag beispielsweise war zu beobachten, wie ein Motorboot ablegte und losfuhr – und genau in dem Moment kreuzte ein SUP den Weg. Weil der Paddler nicht schnell genug weg kam, musste der Bootsfahrer das Schiff so schnell wie möglich stoppen. Viele Schwimmer wiederum unterschätzen auch die Wellen, die ein Motorboot auslösen kann. Deswegen ruft Umweltdezernent Christof Nolda zur Rücksichtnahme auf.

„Wir freuen uns, dass immer mehr Kasselerinnen und Kasseler unsere Fulda neu entdecken und ein buntes Leben an den Fluss zurückkehrt“, so Umweltdezernent Christof Nolda. „Das ist eine gute Nachricht für die Lebensqualität in Kassel. Gleichzeitig wollen wir auch an alle Nutzenden appellieren, sich mit den Regeln vertraut zu machen und aufeinander Rücksicht zu nehmen, damit Spaß auch Spaß bleiben kann, ohne dass Mensch oder Natur zu Schaden kommen.“

Aus diesem Grunde habe die Stadt gemeinsam mit Vereinen, Verbänden, Anliegenden, Ämtern und Behörden ein neues Schild entwickelt, das in Kürze besser über die Regeln informieren solle. Des Weiteren, so Nolda, wolle er dafür sensibilisieren, Fulda und Ufer sauber zu halten und die Stege der Wassersportvereine als deren Eigentum zu achten und sich entsprechend an deren Regeln zu halten.

Das Schwimmen in der Fulda ist in Kassel – anders als in anderen Städten – grundsätzlich erlaubt. Durch ihre Klassifikation als Bundeswasserstraße ist das Schwimmen jedoch nicht ungefährlich. Schwimmende sind dort nicht allein – auch Boote aller Art, Angelnde oder Stand-up-Paddler nutzen die Fulda zahlreich. Auf dem Fluss gelten Regeln, die nicht allen bekannt sind.

Alexander Lorch, Leiter der Wasserschutzpolizei in Kassel stellt dazu fest: „Schwimmende müssen sich daher so verhalten, dass die Schifffahrt nicht behindert wird. In bestimmten Flussabschnitten ist das Baden und Schwimmen in der Fulda generell verboten:

– im Bereich bis zu 100 m ober- und unterhalb einer Brücke, eines Stauwehres, einer Hafeneinfahrt, einer Liegestelle oder einer Anlegestelle der Fahrgastschifffahrt,

– im Schleusenbereich,

– im Arbeitsbereich von schwimmenden Geräten,

– an einer durch entsprechende Schilder bezeichneten Stelle.“

Vor Badevergnügen langsam abkühlen

Auch die Strömung, die Trübung des Wassers und das erfrischend kalte Wasser, das aus dem Edersee zu uns gelangt, könne Gefahren bergen. Es wird geraten nicht in unbekannte Gewässer zu springen, da Gefahrenquellen wie bspw. Baumstämme unter Wasser oft nicht sichtbar sind.

Vor dem Badevergnügen sollte sich langsam abgekühlt werden, um das Herzkreislaufsystem zu schützen.

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