Digital: Examen 2020 in der doc-Halle - Kunsthochschule-Studierende präsentieren ihre Meisterwerke
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Die aktuelle Situation zwingt deshalb die Kunststudenten, die Ausstellung Examen 2020 den Gegebenheiten anzupassen. Deshalb findet sie bis zum 16. Dezember digital unter examen20.de statt.
Kassel. Wie die ganze Welt steht auch die Kunsthochschule Kassel unter dem Bann der Covid-19-Pandemie. Die aktuelle Situation zwingt deshalb die Kunststudenten, die Ausstellung Examen 2020 den Gegebenheiten anzupassen. Deshalb findet die Jahresausstellung bis zum 16. Dezember digital unter examen20.de statt.
Auf der Plattform werden Werke der Absolventen*innen und Meisterschüler*innen digital vorgestellt. Weiter geben Lesungen, Filmscreenings und Künstler-Interviews einen Einblick über die Abschlussarbeiten der Studierenden.
Trotz erschwerter Bedingungen in diesem Jahr haben es die Studierenden geschafft, ihre Arbeiten fertigzustellen und in der documenta-Halle aufzubauen. Aufgrund der Covid-19-Pandemie können die Türen der Jahresausstellung leider nicht für Besucher geöffnet werden. Die 37 entstandenen Werke umfasst das gesamte künstlerische Spektrum wie Film- und Fotografie, Performance, Skulptur und Malerei bis hin zu Rauminstallationen und Designentwürfen.
Unter den Ausstellerinnen ist auch Sina Rockensüß, Studentin der Visuelle Kommunikation. Sie sorgte bereits mit ihrem Buch „Where? I was a Stranger and you took me“ , das sich mit der die Installation des Obelisken von Olu Oguibe in Kassel auseinandersetzt, für Furore. Sie setzte sich darin mit dem Thema auf humorvolle und trotzdem kritische Art auseinander und zeigte damit die subversive Kraft, die Kunst innehat. Dem Medium Buch, das heutzutage, im Zuge der Digitalisierung unter Druck steht, ist Rockensüß auch bei ihrer Abschlussarbeit treu geblieben. Darin setzt sie sich - passend zur aktuellen Lage - mit dem Kommunikationsverhalten in Corona-Zeiten auseinander. Denn: Nicht nur die Mundschutzpflicht hemmt nonverbale Interaktionen, auch die Mehrheit der Bevölkerung scheut eine Annäherung unter zwei Metern Abstand.
Ihre Geschichte „Last seen recently“ ist eine fiktionale Momentaufnahme über den Umgang mit Gefühlen der Liebe und Freundschaft im digitalen Raum und beschreibt umgangssprachlich ehrlich, was sich viele vielleicht nur denken, aber nicht trauen zu sagen“. Mist, hab mich doch schon verknallt.“ Dabei bringt das Buch u.a. Themen wie Empathie, Egoismus, fiktionale Gefühle durch Onlinedating unter. In der Examen-Ausstellung sind einzelne Passagen auch auf überdimensionalen Seiten und per Video zu sehen. Kuratiert wurde die Examen durch Aline Fieker und Franz Hempel. Und finanzielle Unterstützung gab es von der Kasseler cdw Stiftung.
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