DLRG-Jugend und ASJ übten gemeinsam am Fuldaufer

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Die DLRG-Jugend und ASJ zusammen mit einem Rettungswagen des ASB und dem Motorboot der DRLG im Hintergrund.

Die ASJ aus Baunatal und die DLRG-Jugend aus Fuldatal führten bei bestem Wetter eine gemeinsame Übung am Fuldaufer aus und konnten so gegenseitig die Arbeit der Kollegen kennenlernen.

Fuldatal. Strahlender Sonnenschein, blauer Himmel und gute Laune: Die Arbeiter-Samariter-Jugend (ASJ) aus Baunatal und die Deutsche-Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) aus Fuldatal trafen sich zu einer gemeinsamen Übung am Fuldaufer. Die rund 20 anwesenden Mitglieder waren zusammengekommen, um die Arbeit der jeweiligen anderen Organisation besser kennenlernen zu können.

Rettungswagen und Rettungsboot

Nach einer kurzen Begrüßung durch Julian Hörtzsch (Schatzmeister und Jugendvorstandsmitglied, DLRG Fuldatal) teilten sich die Mitglieder in zwei Gruppen auf. Die der DLRG-Angehörigen gingen zusammen mit Tobias Volland (Technischer Leiter, DLRG Fuldatal und Mitarbeiter im Rettungsdienst beim ASB) zu einem schon bereitstehenden Rettungswagen (RTW) des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB). Er zeigte den Jugendlichen, welche medizinischen Gerätschaften sich im RTW befinden und welche Aufgaben diese haben.

Tobias Volland erklärt, was sich alles in einem Rettungswagen befindet. Auch das gelbe Spineboard, welches bei Wirbelsäulenverletzung zum Einsatz kommt, gehört dazu.

Die Kinder der ASJ konnten währenddessen das Motorrettungsboot der DLRG Fuldatal auch in Aktion erleben. Während der Fahrt erklärte Friedhelm Volland (1. Vorsitzender der DLRG Ortsverband Fuldatal): „Man darf nur unter bestimmten Voraussetzungen die Höchstgeschwindigkeit überschreiten – zum Beispiel in Fällen des Notfalls.“ Der unterschiedliche Wasserstand wird durch verschiedene Pegel angezeigt. Ebenso lernten die Kinder die Bedeutung der unterschiedlichen Kennzeichnungen, auf die die DLRG achten muss, zum Beispiel niedriger Wasserstand oder Naturschutzgebiete.

Volle Fahrt! Die Kinder durften auf dem Rettungsboot mitfahren.

Adrian Rasch (Landesjugendleiter, stellvertretender Leiter ASJ Kassel) und Verena Siegel (stellvertretende Landesjugendleiterin, Leiterin ASJ Baunatal) waren ebenfalls vor Ort. Im Gespräch mit dem EXTRA TIP erzählt Rasch: „Die Kinder habe zwei- bis dreimal im Jahr auch die Möglichkeit auf große und realistischere Übungen mitgenommen zu werden, damit sie sehen, wofür sie das Ganze machen. “ Siegel fügt hinzu: „Für eine weitere Motivation sorgen die verschiedenen Wettbewerbe, an denen die ASJ teilnimmt, darunter ist beispielsweise die Hessenmeisterschaft. Die Gewinner dürfen auf den Bundesjugendwettbewerb fahren.“ „Wer sich dort qualifiziert, darf am Samaritan Contest teilnehmen“, ergänzt Rasch.

Samaritan ist ein unabhängiger Zusammenschluss von verschiedenen Rettungsorganisationen in ganz Europa, wozu auch das Gründungsmitglied ASB gehört. Der Contest findet alle zwei Jahre in einem anderen Land in Europa statt. Dieses Jahr waren Deutschland und Dänemark die Gastgeber.

Zusammen im Einsatz

Beendete wurde der Tag mit einer kleinen Übung. Eines der Mädchen bekam von Kathrin Becker (1. Vorsitzende der Kreisverbandsjugend) eine realistische Kopfplatzwunde geschminkt. Teil der Übung war die Rettung eines Mädchens, dass sich am Ufer beim Spielen verletzt hatte. Ein Team – bestehend aus vier Mädchen – führten den Einsatz durch. Hand in Hand arbeiteten die Mädels aus den beiden Organisationen zusammen und kümmerten sich um die „verletzte“ Patientin, legten ihr fachmännisch einen Kopfverband an und beendeten erfolgreich das Fallbeispiel. Weitere Informationen zu den Organisationen DLRG und ASJ gibt es auf www.fuldatal.dlrg.de und www.asb-nordhessen.de.

DLRG OV Fuldatal

Fuldatal. Die DLRG in Fuldatal ist mit zwei Motorrettungsbooten auf der Fulda im Einsatz. 15 Einsatzkräfte sind jährlich über 600 Stunden im Bereich des Wasserrettungsdienstes unterwegs. Sie übernehmen die Absicherung von Veranstaltungen und arbeiten eng mit anderen Hilfskräften und Organisationen in und um Fuldatal wie der Feuerwehr, der Wasserschutzpolizei, dem Deutschen-Roten-Kreuz und dem ASB Kassel-Nordhessen zusammen.

(V.li.) Karsten Volland, Friedhelm Volland und Kathrin Becker von der DLRG.

Damit im Einsatz alles reibungslos funktioniert, gibt es regelmäßige Übungen und Fortbildungen. Auch für die rund 20 aktiven Kinder und Jugendlichen, für die jederzeit zwölf Ausbilder zur Verfügung stehen. Geübt wird zwei- bis dreimal die Woche. Ab dem 16. Lebensjahr bekommen die Jugendlichen auch die Möglichkeit, bei der Gestaltung im Wasserrettungsdienst mitzuwirken.

Außerdem ist es möglich, sich fortzubilden und Qualifikationen zu erwerben, wie zum Beispiel Sanitäter, Bootsführer, eine Fachausbildung im Wasserrettungsdienst oder Erhalt der Jugendleitercard. Auch bietet die DLRG Jugendaktionen an, wie beispielweise Pfingstfreizeiten am Wochenende oder eine Fuldatal-Rallye.

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