documenta in Athen endet am Wochenende

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Am 8. April begann die diesjährige documenta in Athen. Am 10. Juni dann auch in Kassel. Und währen in der Heimatstadt der Weltkunstschau die Ausstellung noch bis 17. September zu sehen sein wird, endet sie in Athen bereits an kommenden Sonntag, 16. Juli.

Athen/Kassel.  Die Idee des künstlerischen Leiters der documenta 14, Adam Szymczyk, war, für das Konzept der zwei Standorte war, dass jeder Künstler ein Werk für Athen und ein Werk für Kassel einreicht. Wie eng die Verbindung zwischen beiden Arbeiten ist, blieb des Eingeladenen selbst überlassen. Häufig sind nur Material oder Arbeitsweise gleich wie bei dem Textilkünstler Aboubakar Fofana aus Mali, der mit der Farbe Indigo arbeitet. Oder bei Ibrahim Mahama, der auf dem Athener Syntagma-Platz Jutesäcke zusammennähen ließ und in Kassel die Torwache mit solchen Säcken verkleidet hat.

Manche Werke sind eins zu eins umgezogen. Etwa die Masken des indigenen kanadischen Künstlers Beau Dick, die die Besucher zuerst im Athener Museum für zeitgenössische Kunst und jetzt in der Kasseler documenta-Halle begrüßen. Oder das aus Marmor gehauene Flüchtlingszelt von Rebecca Belmore, das nach Ende der Athener Schau vom dortigen Musenhügel nach Kassel umzieht - wohin genau, haben die documenta-Verantwortlichen noch nicht verraten.

Getauscht wurde auch: Während die documenta in Athen die Räume des dortigen Museums für zeitgenössische Kunst (EMST) bespielt, zogen ausgewählte Werke der EMST-Sammlung ins Kasseler Fridericianum um. 180 Arbeiten von 82 Künstlern sind hier zu sehen. Philipp Demandt, der Direktor des Frankfurter Städel-Museums, fand das "ein wirkliches Erlebnis". Zeitgenössische Künstler aus Griechenland habe man in Deutschland "sonst nicht unbedingt auf dem Zettel".

In der Neuen Galerie, in der Fragen nach Eigentum und Nationalität behandelt werden, finden sich historische Gemälde von der Akropolis - und Zeichnungen, die documenta-Gründer Arnold Bode während seiner Reise nach Griechenland 1965 anfertigte.

Aber was bringt das alles? Kann man damit "Von Athen lernen", wie das Motto der Doppel-documenta lautet? "Die Welt kann nicht ausschließlich von Kassel aus erklärt, kommentiert und erzählt werden",schrieb der künstlerische Leiter Szymczyk in seinem programmatischen Text zur Doppel-Ausstellung.

"Das wird Folgen für uns haben", kommentierte Hortensia Völckers von der Kulturstiftung des Bundes, einem der Hauptfinanzgeber der documenta, zu Beginn der Preview-Tage. Dann sah sie Szymczyk an und sagte: "Wir sind gespannt, was sich Ihre Nachfolger einfallen lassen."

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