documenta-Institut: Bebauung von Parkflächen, nicht vom Karlsplatz

Bleibt beim Bau eines documenta-Instituts unangetastet: Der Karlsplatz. Auf Veranlassung von Landgraf Karl 1654 – 1730) wurde im Jahre 1688 mit der Anlage der Obeneustadt begonnen. In deren Mitte wurde von 1698 bis 1710 die Oberneustädter Kirche errichtet. Der Name Karlskirche setzte sich erst in der Nachkriegszeit durch. Das Denkmal für den Stadtgründer von der Hand des niederländischen Bildhauers Bartholomäus Eggers 1686) wurde hier erst unter Landgraf Friedrich II. aufgestellt. Erst jetzt – 1776 – erhielt der Oberneustädter Markt den Namen „Karlsplatz“ Quelle: Wikipedia.de/Foto:Archiv
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Bleibt beim Bau eines documenta-Instituts unangetastet: Der Karlsplatz. Auf Veranlassung von Landgraf Karl 1654 – 1730) wurde im Jahre 1688 mit der Anlage der Obeneustadt begonnen. In deren Mitte wurde von 1698 bis 1710 die Oberneustädter Kirche errichtet. Der Name Karlskirche setzte sich erst in der Nachkriegszeit durch. Das Denkmal für den Stadtgründer von der Hand des niederländischen Bildhauers Bartholomäus Eggers 1686) wurde hier erst unter Landgraf Friedrich II. aufgestellt. Erst jetzt – 1776 – erhielt der Oberneustädter Markt den Namen „Karlsplatz“ Quelle: Wikipedia.de/Foto:Archiv

Die Diskussion um das geplante documenta-Institut in zentraler Lage der Innenstadt kocht weiter hoch. Nun hat sich die Grüne Jugend für das Projekt stark gemacht und unterstreicht, dass beim Bau lediglich Parkplätze, nicht aber der historische Karlsplatz betroffen sind.

Kassel. „Mit den Bau des documenta-Instituts kann Kassel die Präsenz der weltberühmten Kunstausstellung auch zwischen den documenta-Jahren erhöhen“, so Luzie Pfeil, Mitglied des Vorstandes der Grünen Jugend Kassel. „Als Forschungszentrum und Archiv mit Ausrichtung auf Publikumsverkehr wird es ein Mehrwert für die Stadt sein. Das Institut sollte der Bedeutung der documenta für Kassel gerecht werden und deshalb eine zentrale Position in der Stadt einnehmen“, argumentiert Pfeil weiter. Für die Position des Instituts wurden 17 Standorte gründlich geprüft und der Parkplatz am Karlsplatz als geeignetster Standort ausgemacht. Die nötigen finanziellen Mittel wurden ebenfalls durch Bund, Land und die Stadt Kassel bewilligt.

„Auch wir finden: Der Standort ist sehr gut geeignet. Es wird ein Parkplatz überbaut, nicht der Karlsplatz selbst. Dieser wird sogar zu einem grünen Aufenthaltsplatz umgestaltet. Mehr Grünfläche und ein im Architekturwettbewerb ausgewähltes Kunstgebäude mit großer touristischer Bedeutung für die Stadt im Austausch gegen Parkplätze. Wir sehen darin eine massive Aufwertung des gesamten Areals.“, erklärt Pfeil weiter.

Eine Bürgerinitiative hatte in den letzten Monaten Unterschriften gegen das documenta-Institut in unmittelbarer Nähe zum Karlsplatz gesammelt. Die Verwaltung prüft aktuell die Zulassung zu einem Bürgerentscheid. „Wer jedoch gegen das documenta-Institut argumentiert, verspielt einen der wichtigsten Trümpfe, die Kassel in der Hand hält.“, so Thomas Volmer, Sprecher der Grünen Jugend Kassel abschließend.

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