documenta-Institut: Bürger diskutierten über möglichen Standort

documenta-Institut, Christan Geselle
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Lud zu einem für Kassel einmaligen Beteiligungsformat zum Thema documenta-Institut: Oberbürgermeister Christian Geselle.

Mehr als 100 Bürgerinnen und Bürger sowie etwa 60 Expertinnen und Experten sind der Einladung von Oberbürgermeister Christian Geselle zu einem besonderen Beteiligungsformat gefolgt. Im UK14 diskutierten sie über die Ausgestaltung und den Standort des geplanten documenta-Instituts.

Kassel „Dieses für Kassel neue Beteiligungsformat ist Teil unserer Gesamtstrategie“, so Oberbürgermeister Geselle. „Bevor die politischen Gremien ihre Entscheidung zu wichtigen Themen in der Stadt treffen, wollen wir die Meinung der Menschen hören.“ Die Zufallsbürgerinnen und -bürger waren in einem aufwendigen Losverfahren ausgesucht worden und repräsentierten unterschiedliche Altersgruppen aus allen 23 Kasseler Stadtteilen. Hinzu kamen 60 von der Verwaltung und den politischen Fraktionen benannte Stakeholder aus unterschiedlichen Bereichen.

Bei der Veranstaltung ging es vor allem darum, ein Meinungsbild einzuholen, wie sich die Bürgerinnen und Bürger die Ausgestaltung des documenta-Instituts wünschen. In der kleineren Variante einer außeruniversitären Forschungseinrichtung oder größer gedacht in einem documenta-Zentrum, im dem neben Archiv und Wissenschaft auch die Mitarbeitenden der documenta und Museum Fridericianum gGmbH Platz finden. Neben dem Konzept standen fünf unterschiedliche Standorte zur Debatte: Das Dock4, die documenta-Halle, der Papinplatz, der Parkplatz vor dem Regierungspräsidium und das RuRu-Haus in der Oberen Königsstraße 43.

Zu Beginn des von Erik Flügge (Geschäftsführer Squirrel&Nuts) moderierten Abends gab es unterschiedliche Impulsreferate: Nach der Begrüßung durch OB Geselle ging es zunächst darum, die documenta und ihre Bedeutung für Kassel zu verstehen. Dazu führten documenta-Generaldirektorin Dr. Sabine Schormann und Kulturdezernentin Dr. Susanne Völker aus. Im Anschluss sprach Stadtbaurat Christof Nolda über städtebauliche Zusammenhänge des documenta-Zentrums.

Mehr als 100 Bürgerinnen und Bürger waren am Donnerstag ins UK14 gekommen, um über Ausgestaltung und den Standort des geplanten documenta-Instituts zu diskutieren.

„Die Stimmung war sehr gut. Die Organisation und die Location waren klasse. Mir hat es gut gefallen, dass man sich mit den Leuten gut austauschen konnte. Die Fragestellung war komplex, da hätte ich mir noch klarere Positionen gewünscht. Aber ich konnte den Fragebogen am Ende gut ausfüllen, weil alles strukturiert vorgestellt wurde“, sagte Sergej Wiebe (30), der per Zufall ausgewählt wurde und an dem Format teilnahm.  

Zum Abschluss füllten die Bürgerinnen und Bürger einen umfassenden Fragebogen aus. Dort wurde neben einer detaillierten Einschätzung zu jedem der fünf Standorte auch abgefragt, ob die Befragten eher für die kleine oder die große Lösung stimmen. „Für mich war es sehr beeindruckend zu sehen, mit wie viel Engagement und Eifer sich die Teilnehmenden eingebracht und sowohl in Kleingruppen als auch im Plenum diskutiert haben“, berichtet Geselle. „Wir haben bewusst ein komplexes Thema gewählt, bei dem noch viele Fragestellungen offen sind. Wir wollen nicht erst beteiligen, wenn die Entscheidung schon gefallen ist.“

Nun wird die Agentur Squirrel&Nuts die Fragebögen auswerten – auch nach demografischen Gesichtspunkten wie Alter, Geschlecht und Stadtteilzugehörigkeit. Die Ergebnisse werden dann öffentlich vorgestellt und sollen als Grundlage für die politische Diskussion in den Gremien dienen.

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