documenta-Institut soll auf Uni-Parkplatz gebaut werden

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Nach einer Untersuchung von 17 Standorten vereint ein Bau auf dem heutigen Parkplatz am Holländischen Platz (Henschelstraße) in sich die größten Vorteile.

17 Standorte hat man im Vorfeld geprüft: Nun soll der Neubau eines documenta-Instituts für 24 Millionen Euro schon zur documenta 15 im Jahr 2022 auf dem Parkplatz der Uni am Holländischen Platz stehen.

Kassel.  Lange schon ist es ein großer Wunsch, die documenta auch zwischen den eigentlichen Ausstellungen in Kassel erlebbar zu machen: „documenta-Zentrum“ lautet seit Jahren der Arbeitstitel, unter dem Archiv, Forschung und öffentliche Bereiche zusammengefasst werden sollen.

Nachdem anfangs auch schon mal der Karlsplatz im Herzen der Stadt als Standort diskutiert wurde, steht nun der bevorzugte Bauplatz für das „documenta-Institut“ fest: In einer Magistratsvorlage, über die die Stadtverordneten am Montag, 8. Mai, entscheiden werden, wird der Parkplatz vor der Universität an der Henschelstraße favorisiert.

17 Standorte hat man im Vorfeld auf Grundlage von städtebaulichen und stadtplanerischen Parametern untersucht und bewertet. Dazu zählen unter anderem die Verfügbarkeit der Flächen sowie deren Erreichbarkeit und städtebauliche Einbindung. Der Parkplatz befindet sich im Eigentum der Stadt, der Standort könne „räumlich als Scharnier zwischen der Universität und den zentralen documenta Standorten der Innenstadt fungieren und damit eine vernetzte Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Institutionen gewährleisten.“

Mit dem Bau, dessen Gesamtkosten auf etwa 24 Millionen Euro beziffert werden, soll zeitnah begonnen werden, so dass die Zuwendungsmittel fristgerecht abgerufen werden können und das Institut vor Beginn der 15. documenta im Jahr 2022 fertiggestellt werden kann. Auf einer Fläche von insgesamt 4.600 Quadratmetern soll zum einen die Geschichte der documenta und der zurückliegenden Ausstellungen vermittelt werden; zum anderen sollen von Fachgebieten der Universität Wirkungsdimensionen der documenta im Kontext der globalen zeitgenössischen Ausstellungskultur untersucht werden.

Die Kernbestände des documenta-Instituts bilden die wertvollen Materialien des documenta Archivs sowie dessen umfangreiche Bibliothek (2.500 Quadratmeter). Hinzu kommen etwa 1.000 Quadratmeter für Ausstellungen sowie Veranstaltungen und 900 Quadratmeter für die Verwaltung sowie Arbeitsräume der Universität.

Als Alternativstandort für ein documenta-Institut wird vom Magistrat der Busparkplatz am Ottoneum empfohlen – sofern ein modernes Parkmanagement für Busse eingeführt wird.

 „Das Gebäude selbst wird als repräsentativer und nach außen wahrnehmbarer Statthalter für die alle fünf Jahre stattfindende Weltkunstausstellung in Kassel stehen“, so der Kernsatz in der Vorlage, die am 24. April vom Magistrat der Stadt Kassel beschlossen wurde. Die durch den Neubau entfallenden Parkplätze könnten von der Universität im Zuge einer räumlichen Neuverteilung ihres eigenen Stellplätze auf dem Universitätsgelände nachgewiesen werden, so die Einschätzung des Magistrats.

Die Stadtverordnetenversammlung muss nun am Montag in einer Woche über folgende Punkte abstimmen: 1. „Die Stadtverordnetenversammlung beschließt den Neubau eines documenta- Instituts und stellt die für das Bauvorhaben erforderliche Grundstücksfläche zur Verfügung. 2. Für den Neubau des documenta-Instituts werden aus städtischen Mitteln vier Mio.  Euro bereitgestellt. 3. Das Gebäude wird nach Fertigstellung an die Universität Kassel und die documenta und Museum Fridericianum gGmbH vermietet.“

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