documenta präsentiert Wolfgang Orthmayr als neuen Geschäftsführer

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Wolfgang Orthmayr übernimmt die Geschäftsführung von documenta und Museum Fridericianum GmbH nur zum Übergang

Weil Annette Kulenkampff nach dem Millionen-Defizit der vergangenen documenta vor Vertragsende als Geschäftsführerin gehen musste, sucht die documenta nun nach einer Nachfolgerin oder einem Nachfolger. Als Interims-Geschäftsführer wurde nun Wolfgang Orthmayr präsentiert.

Kassel.  Wolfgang Orthmayr hat zum 1. April 2018 die Geschäftsführung der documenta und Museum Fridericianum gGmbH interimsweise übernommen. „Wir sind sehr froh, dass wir mit Wolfgang Orthmayr einen Interims-Geschäftsführer gewinnen konnten“, erläutert Oberbürgermeister Christian Geselle, Aufsichtsratsvorsitzender der documenta und Museum Fridericianum gGmbH.

Vom König der Löwen zum documenta-Geschäftsführer

Orthmayr (58) stammt aus Hamburg und war bis Dezember 2017 als Commercial Director bei der Stage Entertainment GmbH tätig. Diese vermarktet Musicals und Shows wie Disneys Der König der Löwen, Das Wunder von Bern, Aladdin, Disneys Musical Tarzan oder Blue Man Group. Zuvor arbeitete er als geschäftsführender Gesellschafter der M.A.D. Kommunikationsgesellschaft mbH sowie in der Musikbranche unter anderem bei Sony Music Entertainment und WOM World of Music. Bereits in der vergangenen Woche hatte die Süddeutsche Zeitung die Personalie verkündet und genüsslich ein Zitat abgedruckt, das Wolfgang Ortmeyer bei seiner Vorstellung vor Mitarbeitern gesagt haben soll: „Ich bin gut darin Dinge zu verkaufen, die keiner braucht.“ Anwesende der Veranstaltung ergänzen die gefallenen Worte, denn es folgte noch aus Ortmyrs Mund: „Aber ohne die unsere Welt viel ärmer und langweiliger wäre.“ Ohne die jetzige Interimslösung wäre es zeitweise zu einer Vakanz in der Geschäftsführung gekommen. Die documenta-Geschäftsführerin Annette Kulenkampff hatte ihren Posten vorzeitig räumen müssen. Hintergrund ist die Millionen-Pleite, die die vergangene Kunst-Schau eingefahren hat. Stadt Kassel und Land Hessen haben vor, die Geschäftsführung der documenta und Museum Fridericianum gGmbH nach der Übergangsphase langfristig mit einer Person zu besetzen, die einschlägige Erfahrungen und Kompetenzen im Bereich des Kulturmanagements vorweisen kann.

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