Tot wie ein Dodo: Neue Ausstellung im Naturkundemuseum

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Neben einer Installation, die einen Maori bei der Jagd auf einen Moa zeigt: Anna Krüll und Aline Massson, beide Volontärinnen und Kuratorinnen der Ausstellung, sowie Kulturamtsleiterin Carola Metz, Kulturdezernentin Susanne Völker und Museumsleiter und Kurator Dr. Kai Füldner.

Im Naturkundemuseum im Ottoneum hat die Sonderausstellung "Tot wie ein Dodo -Arten.Sterben.Gestern.Heute" eröffnet. Sie befasst sich bis 3. Mai 2020 interaktiv mit dem Artensterben.

Kassel.  Es geht um das aktuell rasant voranschreitende Artensterben, durch das ein großer Teil der Tier- und Pflanzenarten von der Erde zu verschwinden droht. Zu sehen ist die Ausstellung bis 3. Mai 2020. Kulturdezernentin Susanne Völker hob hervor: "Diese Ausstellung betrifft jeden von uns unmittelbar, denn neben einer Bestandsaufnahme des weltweiten Artensterbens zeigt sie auf, was wir konkret dagegen tun können. "Tod wie ein Dodo" ist deshalb auch eine typische Ausstellung für das Kasseler Naturkundemuseum, das sich mit seinem Ausstellungsprogramm bewusst in der Mitte gesellschaftlicher Debatten verortet, wichtige und kontroverse Themen aufgreift und zeigt, welche Bedeutung diese für unser Leben haben."

Der Kurator der Ausstellung, Museumsleiter Dr. Kai Füldner, sagte zur Konzeption: "In lebensechten Szenen wird die historische Konfrontation zwischen Mensch und Tier gezeigt – die Jagd der Maoris auf riesige Moas, die Seefahrer, die sich auf Mauritius den trägen Dodo greifen oder der Fang der letzten Riesenalken im Nordpolarmeer.

Interaktive Ausstellung mit lebensgroßen Modellen

Der Weltbiodiversitätsrat berichtet 2019, dass von den geschätzt acht Millionen Tier- und Pflanzenarten weltweit rund eine Million vom Aussterben bedroht sind. Die interaktive Ausstellung "Tod wie ein Dodo" beleuchtet die Ausrottung von Tierarten durch den Menschen von den Anfängen bis heute. Diese geschah zunächst nicht bewusst, später jedoch zielgerichteter und bis in die heutige Zeit zunehmend rücksichtsloser.

Lebensgroße Modelle eines Riesenmoas, einer Stellerschen Seekuh oder eines Riesenalks vermitteln in großen Lebensrauminszenierungen ein anschauliches Bild vergangener Zeiten. Am Ende der Ausstellung werden die heute vom Aussterben bedrohten Arten durch Eisbären, Nashörnern, Orang-Utans und nicht zuletzt auch Vertretern der heimischen Tierwelt präsentiert. Dabei geht es um die immer komplizierter werdenden Ursachen des Artensterbens in einer globalisierten Welt des ungebremsten Konsums. Es wird ebenso die Frage aufgeworfen, was jeder Einzelne dagegen tun kann.

Die Ausstellung wurde vom Naturkundemuseum Kassel als Wanderausstellung konzipiert und gebaut. An die Ausstellung in Kassel schließen sich Dresden, Görlitz und weitere Stationen an. Als wesentliche Partner fungieren das Senckenberg-Museum Dresden und die Agentur "eli – eine lose Idee GmbH".

Öffnungszeiten und Eintritt

Geöffnet ist dienstags bis samstags von 10 bis 17 Uhr, mittwochs von 10 bis 20 Uhr sowie sonntags von 10 bis 18 Uhr. Erwachsene zahlen 4,50 Euro, Jugendliche von sechs bis 17 Jahren zahlen drei Euro. Der ermäßigte Eintritt beträgt drei Euro. Gruppen zahlen pro Person drei Euro, Schulklassen pro Person ein Euro.

Weitere Information und Anmeldungen: Dienstag bis Freitag von 10.30 bis 16.30 Uhr unter der Tel. 0561-7874066 oder naturkundemuseum-kassel.de und naturkundemuseum@kassel.de.

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