„Dort, wo es uns gefällt, lassen wir uns nieder“: Kasseler Hendrik Schmidt nun als digitaler Nomade unterwegs

Zweieinhalb Monate verbrachte Hendrik auf Madeira.
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Zweieinhalb Monate verbrachte Hendrik auf Madeira.

Der Kasseler Hendrik Schmidt hat Deutschland den Rücken gekehrt und ist nun in der Welt unterwegs - und genießt nicht nur die regelmäßigen Morgenläufe durch die Natur.

Kassel/Welt. In der Fitness-Szene ist er dank seines eigenen Labels Mindovermatter und der Produktion anderer Sportklamotten bekannt, in und um Kassel kennt man den 25-jährigen Hendrik Schmidt aufgrund seiner Erfolgsgeschichte und seiner herzlichen Art (wir berichteten hier).

Nun hat Schmidt – gemeinsam mit seiner Partnerin Lea – Deutschland den Rücken gekehrt und reist durch die Welt. „Wir schauen, wo wir landen und lassen uns dort nieder, wo es uns gefällt. Wir waren zweieinhalb Monate auf Madeira, machten einen Roadtrip durch Estland, sind jetzt in Griechenland und dann entscheiden wir, wohin die Reise weitergeht“, erzählt uns der Kasseler während eines Zoom-Meetings. Seine Firma Mindovermatter hat er vor seiner Reise verkauft, das Lager aufgelöst und die übrige Kleidung gespendet, um einfacher umziehen zu können. Bloß noch ein bis zwei Stunden am Tag kümmert er sich weiterhin um die Produktionen für die anderen Hersteller. „Die Bürokratie in Deutschland hat mich aufgefressen. Es war so kompliziert und zeitaufwendig. In Estland läuft zum Beispiel alles digital, man ist dort so viel weiter. Ich habe die letzten Jahre so viel gearbeitet, jetzt möchte ich etwas erleben.“

Und das tut er. Verfolgt man Hendrik Schmidts Alltag bei Instagram sieht man, wie er auf Madeira taucht und die Ruhe unter Wasser genießt, wie er das Joggen für sich entdeckt und innerhalb kürzester Zeit so ausbaut, dass er einen Ultra Marathon mit 63 Kilometern an der estnisch-russischen Grenze absolviert. Mittlerweile ist er in Griechenland und erkundet dort die Natur – natürlich mit den Laufschuhen an den Füßen.

„Ich hatte nie Zeit, einfach entspannt loszulaufen. Jetzt kann ich vor dem Frühstück drei Stunden laufen und die schönen Ecken in der Umgebung entdecken. Ganz ohne Stress und einfach mit Spaß. Ohne Musik oder Podcasts auf den Ohren. Nur ich und die Natur.“

Mittlerweile bezeichnet er sich als Digitaler Normade, denn er und auch seine Partnerin Lea können von überall aus arbeiten. Jetzt sei die Zeit, um sich wieder kreativ zu entfalten und zu schauen, was kommt. „Ich arbeite an einem Blog und einer App – da möchte ich aber noch nicht zu viel verraten“, so Schmidt, der viele positive Rückmeldungen von Leuten erhält, die seinen Weg aus der Ferne begleiten.

„Lea und ich suchen einen Ort auf der Welt, an dem wir uns niederlassen. Vielleicht kaufen wir ein Stück Land, bauen eine Farm mit einigen Kühen auf und vermieten kleine Holzhütten für Reisende.“

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