Auf Eiche gesetzt

Foto: Soremski
+
Foto: Soremski

Kassel. Klimaschutz wird in Kassel großgeschrieben: Sitzbänke aus Tropenholz werden nicht angeschafft.

Kassel. Das hat die Menschen in der niedersächsischen Nachbarstadt von den Sitzen gerissen: Da baut die Kommune doch tatsächlich neue Bänke im städtischen Raum auf, bei denen Tropenholz verwendet wird. Der Aufreger: Schon 1989 hatte die Stadt Göttingen grundsätzlich den Verzicht auf Tropenhölzer, dessen Bestand durch Abholzung gefährdet ist, erklärt.

Da lohnt sich der Blick auf die Sitzgelegenheiten in Kassel: Tropenholz oder nicht? Allein im Vorderen Westen gibt es nach offiziellen Angaben 251 Sitzbänke, die überwiegend Holzauflagen haben.

Sascha Stiebing von der Pressestelle der Stadt Kassel kann aber beruhigen: "Die Bankauflagen sind aus Eichenholz (Hartholz naturbelassen). Und das nicht ohne Grund: "Ein Stavo-Beschluss vom 7. September 2009 besagt, ‘auf eine Verwendung von Tropenholz ist zu verzichten.’", berichtet Stiebing.

Klimaschutz wird in Kassel großgeschrieben: Bereits 1991 hat die Stadt Kassel das "Bündnis Europäischer Städte und der Indianervölker Amazoniens für den Schutz des Regenwaldes, des Klimas und des Lebens der Menschheit" in Anwesenheit einer Delegation der indigenen Völker Amazoniens und gemeinsam mit ihnen unterzeichnet. 2006 wurde der der Stadt Kassel für ihr vorbildliches Engagement zum Schutz des Klimas beim Wettbewerb "Bundeshauptstadt im Klimaschutz" der Titel "Klimaschutzkommmune" verliehen.

Im November 2009 hat Kassels Oberbürgermeister Bertram Hilgen die hessische Charta für den Klimaschutz unterzeichnet. Die Unterzeichnung fand beim 13. Hessischen Klimaschutzforum in Kassel statt. Die Charta für den Klimaschutz ist ein Projekt der Nachhaltigkeitsstrategie der hessischen Landesregierung. Kassel war eine der ersten 20 Kommunen in Hessen, die sich besonders für Klimaschutz engagieren.

Auch in Göttingen hat man schnell eingelenkt – die Tropenholz-Bänke (wenn auch mit dem Zertifikat nachhaltiger Forstwirtschaft) wurden abgebaut, die Anschaffung neuer ausgeschrieben.

Das könnte Sie auch interessieren

Meist Gelesen

Antisemitismus-Vorwürfe gegen die documenta fifteen
Kassel

Antisemitismus-Vorwürfe gegen die documenta fifteen

Statement von Oberbürgermeister Geselle: „ruangrupa hat sich für die documenta fifteen klar und deutlich gegen Antisemitismus, Rassismus, Rechtsextremismus, …
Antisemitismus-Vorwürfe gegen die documenta fifteen
Geflüchtete Familien sollen in Baunatal neues Zuhause finden: Gemeinschaftsunterkunft wird reaktiviert
Kassel

Geflüchtete Familien sollen in Baunatal neues Zuhause finden: Gemeinschaftsunterkunft wird reaktiviert

Jede Woche kommen zwischen 20 bis 35 geflüchtete Personen nach Baunatal. Sie werden der Kommune von Gießen zugewiesen. Die Zahl der Zuweisungen haben sich in den letzten …
Geflüchtete Familien sollen in Baunatal neues Zuhause finden: Gemeinschaftsunterkunft wird reaktiviert
Verschärfte Regeln in Kassel: So reagiert die Gastro auf die 2G+-Regel
Kassel

Verschärfte Regeln in Kassel: So reagiert die Gastro auf die 2G+-Regel

Kassel ist jetzt Corona-Hotspot. Das bedeutete, die Regeln in der Stadt werden verschärft. Seit Donnerstag dürfen nur Menschen in Restaurants, die die 2G+-Regel …
Verschärfte Regeln in Kassel: So reagiert die Gastro auf die 2G+-Regel
Bombenanschlag gegen Germania: Silvester wurde Burschenschaft wieder einmal attackiert
Kassel

Bombenanschlag gegen Germania: Silvester wurde Burschenschaft wieder einmal attackiert

Erneut wurde das Verbindungshaus der Studentenverbindung Germania in Mitleidenschaft gezogen. Dieses Mal soll es sich um eine Rohrbombe im Briefkasten gehandelt haben.
Bombenanschlag gegen Germania: Silvester wurde Burschenschaft wieder einmal attackiert

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.