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Ein Youngster geht seinen Weg

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Von: Karsten Knödl

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Julian Fuchs
Sein Bundesligadebüt gab Julian Fuchs am 11. Februar 2021 gegen TuSEM Essen. Auch sein erstes Tor erzielte er in diesem Spiel – per Siebenmeter. © Alibek Käsler

MT Melsungen: Julian Fuchs bleibt zwei weitere Jahre bei den Bartenwetzern 

Handball Julian Fuchs, 21 Jahre alt, trainiert seit fast drei Jahren regelmäßig mit den Melsunger Bundesligahandballern. In dieser Saison stand der Rechtsaußen in allen bisherigen 17 HBL-Spielen im Aufgebot und hat 15 Tore erzielt. Die Entwicklung des Korbachers ist ausnahmslos positiv. Kein Wunder also, dass die MT-Verantwortlichen seinen Vertrag nun vorzeitig bis 2025 verlängert haben.

Das Potenzial des Linkshänders für höhere Aufgaben ist eindeutig vorhanden. Das beweist er immer dann, wenn er mit dem Bundesligateam auflaufen darf. Und das ist in dieser Saison in jedem der 17 Hinrundenspiele der Fall gewesen. Julian Fuchs, von allen im Team nur „Fuchsi“ genannt, ist zusammen mit Ben Beekmann und Julian Drosten einer von drei Youngstern aus dem MT-eigenen Nachwuchsbereich, die einen Profivertrag in der Tasche haben. Sein Bundesligadebüt gab er am 11. Februar 2021 gegen TuSEM Essen – sein erstes Tor erzielte er per Siebenmeter – just in diesem Spiel.

„Julian hat sich sehr gut entwickelt. Unsere Entscheidung von vor einigen Jahren, ihn als Kind dieser Region zu fördern und ihm die Möglichkeit zu geben, es aus der Jugend bis in die Bundesliga zu schaffen, hat sich als richtig erwiesen. Er bildet auf Rechtsaußen mit Dimitri Ignatow derzeit ein Gespann. Uns war auch bewusst, dass es ein gewisses Risiko ist, nach der Verletzung von Timo Kastening diese Position ausschließlich mit zwei jungen Spielern zu besetzen. Aber beide haben das in sie gesetzte Vertrauen absolut gerechtfertigt, zahlen es mit sehr guten Leistungen zurück“, sagt Michael Allendorf. Zudem ist sich der MT-Sportdirektor sicher, dass Julians Entwicklung noch lange nicht abgeschlossen ist und die MT noch viel Freude an ihm haben werde.

Der Youngster selbst, freut sich riesig über die vorzeitige Vertragsverlängerung. Sein derzeitiger Kontrakt hat noch einen Laufzeit bis Juni 2023. Jetzt kommen zwei weitere Jahre hinzu: „Es ist bislang für mich super gelaufen, habe auch selber das Gefühl, sportlich einen weiteren Schritt nach vorn gemacht zu haben. Vor allem, wenn ich das mit meinen ersten Bundesligaspielen vergleiche. Zum einen treffe ich jetzt häufiger, bin aber andererseits nicht gleich verunsichert, wenn es mal nicht klappt. Dass ich so gut in die Mannschaft hinein gekommen bin, verdanke ich auch meinen Mitspielern, die mich unterstützen und mir wertvolle Tipps geben.“

Fuchs selbst weiß aber, dass der Sprung nach ganz oben nicht programmierbar und die Konkurrenz auf seiner Position nicht zu übersehen ist. Er profitiert derzeit auch von er Tatsache, dass Nationalspieler Timo Kastening, eigentlich die Nummer 1 auf der Rechtsaußenposition, noch verletzt ist, und er sich dort die Arbeit mit Dimitri Ignatow teilen darf. „In unserer Sportart kann in kurzer Zeit so viel passieren, da ist es besser, von Saison zu Saison zu schauen.“ Was seiner Motivation jedoch keinen Abbruch tut. Er hat in Kassel ein Studium der Wirtschaftswissenschaften begonnen und sagt: „Plan A ist eindeutig Profihandball, aber ich möchte mir auch eine Alternative offenhalten.“

Manchmal kommt es ihm aber noch immer wie ein Traum vor. Ein Traum, den er in sich trug, seitdem er als kleiner Knirps mit dem Handballsport begonnen hat: „Es ist für mich schon eine große Ehre, mit den Spielern zusammen zu trainieren und zu spielen, die ich bis dahin nur im Fernsehen kannte. Ich versuche natürlich, mir viel von ihnen abzuschauen, was ich anschließend in meine eigene Spielweise einfließen lassen kann.“ So ist noch immer jedes Bundesligaspiel, bei dem er dabei sein darf, ein schönes Erlebnis für ihn. Vergessen hat er aber auch nicht seinen bislang größten Erfolg im MT-Dress, nämlich den Gewinn der Deutschen B-Jugend-Meisterschaft mit den MT Talents.

Die Spielerpatenschaft für Julian Fuchs wie auch für Julian Drosten hat übrigens der Göttinger Kommunikationsdienstleister goetel GmbH seit dieser Saison Partner der MT, übernommen.

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