Einbruchslärm reißt hochbetagte Frau aus dem Schlaf

Donnerstagnacht wurde eine hochbetagte Frau aus dem Schlaf gerissen, als ein 28-jähriger Pole in ihre Wohnung eingebrochen war. Er konnte kurz darauf festgenommen werden.

Kassel. Ein Einbrecher hat in der Nacht zum Donnerstag eine hochbetagte Seniorin aus dem Kasseler Stadtteil Harleshausen aus dem Schlaf gerissen. Die Frau war durch einen lauten Knall wach geworden und hatte anschließend durch das Einschalten des Lichts den Unbekannten in die Flucht geschlagen. Die sofort nach dem Notruf der Seniorin eingeleitete Fahndung nach dem flüchtigen Einbrecher führte wenig später in der Nähe zur Festnahme eines 28-Jährigen aus Polen.

Der Notruf der über 90 Jahre alten und hoch aufgeregten Frau war gegen 00.30 Uhr bei der Leitstelle des Polizeipräsidiums Nordhessen eingegangen. Die Beamten lösten daraufhin sofort die Fahndung nach dem flüchtigen Täter durch mehrere Streifen der Kasseler Polizei aus. Eine weitere Streife begab sich direkt zu der aufgebrachten Rentnerin in das Wohngebiet zwischen Harleshäuser Straße und Ahnatalstraße, um sich um die Frau zu kümmern und den Sachverhalt aufzunehmen. Zunächst zogen die Beamten noch in Betracht, für das aufgelöste Opfer einen Rettungswagen anzufordern, brauchten dies letztlich auf den eigenen Wunsch der Rentnerin jedoch nicht mehr zu tun. Wie sich am Tatort herausstellte, hatte der Einbrecher offenbar das Rollo eines Wohnzimmerfensters des Einfamilienhauses hochgedrückt und anschließend die Scheibe mit einem Pflasterstein eingeworfen. Als die Seniorin dadurch aus dem Schlaf gerissen wurde und im Wohnzimmer das Licht einschaltete, ergriff der Täter, der das Zimmer bereits betreten hatte, die Flucht in den Garten und von dort in zunächst unbekannte Richtung.

Festnahme in der Ahnatalstraße

Die Polizei war in der Ahnatalstraße, auf Höhe des Wilhelmshöher Wegs, auf den plötzlich zwischen Grundstücken auftauchenden 28-Jährigen aufmerksam geworden. Der Mann, der in Deutschland keine Wohnsitz hat, hatte den Beamten seinen nächtlichen Aufenthalt dort nicht nachvollziehbar erklären können. Zudem fanden sich Spuren, die auf seine Täterschaft hindeuteten.

Die weiteren Ermittlungen gegen den Tatverdächtigen haben nun die Beamten des für Einbrüche zuständigen Kommissariats 21/22 der Kasseler Kripo übernommen.

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