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Einbruchserie in Cafés und Gaststätten in der Kasseler Innenstadt

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Seit Mittwoch häufen sich die Einbrüche in Cafés, Imbisse und Geschäfte im Bereich der Kasseler Innenstadt. Die Polizei sucht Zeugen.

Kassel. Die Ermittler des für Einbrüche zuständigen Kommissariats 21/22 der Kripo Kassel gehen davon aus, dass die Einbrüche auf das Konto ein und derselben Täter gehen. Sie bitten Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich bei der Kasseler Polizei zu melden.

Am frühen Mittwochmorgen ereigneten sich die ersten beiden von bislang insgesamt zehn Fällen. Blieb es beim Einbruch in die Gaststätte "Biermichel" am Entenanger noch beim Versuch, gelang der Einstieg in den Imbiss "Titanic Grillhaus & Mehr" in der Gießbergstraße. Der Schaden dürfte jedoch bei beiden Einbrüchen gleich hoch ausfallen. Die Eingangstür der Gaststätte hielt dem Einbruch zwar stand, war aber dabei erheblich beschädigt worden. In den Imbiss gelangten die Täter über eine rückwärtige Tür und erbeuten Wechselgeld aus der Kasse.

Die nächsten Einbrüche ereigneten sich in der Folgenacht. Am frühen Donnerstagmorgen bemerkten die jeweiligen Besitzer die Einbrüche in ihre Lokalitäten und informierten die Polizei. Im "City-Grillhaus" am Martinsplatz erbeuteten die Täter Bargeld in Höhe von rund 2.000,- Euro und einen Kaffeevollautomaten. An der Universität machten sie an zwei Tatorten nur geringe Beute. Sowohl aus dem Uni-Imbiss an der Gottschalkstraße als auch aus dem Café Desaster auf dem Uni-Gelände erbeuteten sie das Wechselgeld aus den Kassen.

Auch der Einbruch in den Schnellimbiss "Zum Glücklichen Bergschweinchen" an der Holländischen Straße 82 fiel ohne große Beute aus. Auffallend die Tatzeit: Die Putzfrau schloss die Tür am Donnerstagmorgen um 7 Uhr, die Inhaberin bemerkte die aufgehebelte Eingangstür rund vier Stunden später gegen 11 Uhr.

Wiederum in der Folgenacht hebelten die Täter eine Eingangstür des Friseurgeschäfts "Kopfsalat" im Grünen Weg auf und klaute Wechselgeld aus der Kasse und einen Frisierstab im Wert von knapp 200,- Euro. Die Inhaberin alarmierte die Polizei am Freitagmorgen.

Die vorerst letzten drei Einbrüche in der Innenstadt ereigneten sich am Wochenende. In der Nacht von Samstag auf Sonntag schlugen die Täter die Schaufensterscheibe eines An- und Verkaufsgeschäfts im Grünen Weg ein. Dort erbeuteten sie zehn Smartphones. Um an die Handys zu kommen hatten sie ein Loch in die Schaufensterscheibe und in die dahinter stehende Vitrine geschlagen. Durch die entstandenen Öffnungen stahlen sie die Smartphones. Zwischen Samstagnachmittag und Montagmorgen brachen sie schließlich in die Büroräume der Zeitschrift "Tagessatz e.V." am Westring und in den Verkaufsraum des "Asia-Markt" an der Kurt-Schumacher-Straße 5 ein. Während sie in dem Verlag eine Handkasse mit etwas Bargeld mitgehen ließen, klauten sie in dem Markt ein Laptop, Bargeld und das Aufnahmegerät der Überwachungskamera im Gesamtwert von über 4.000,- Euro.

Zu allen Fällen erhoffen sich nun die mit den Ermittlungen betrauten Kripobeamten des K 21/22, Hinweise aus der Bevölkerung zu bekommen. Diese werden unter der Telefonnummer 0561 - 9100 bei der Polizei in Kassel erbeten.

Folgemeldung

Zeitgleich zeigten am heutigen Dienstag zwei Besitzer erneut Einbrüche in ihre Geschäfte an. Auch diese beiden Taten dürften auf das Konto derselben Täter gehen.

Der Besitzer einer Änderungsschneiderei an der Kurt-Schumacher-Straße meldete sich heute Morgen bei der Polizei. Die Streife des Polizeireviers Mitte stellte an der Eingangstür Hebelspuren fest. Möglicherweise waren die Einbrecher in der zurückliegenden Nacht gestört worden. Auch der Inhaber des Geschäfts "Syrischer Markt" am Martinsplatz meldete sich am heutigen Dienstagmorgen bei der Kasseler Polizei. Die Beamten des Kriminaldauerdienstes stellten fest, dass die Täter über den Hintereingang eingestiegen waren. Aus dem Verkaufsraum entwendeten sie die Kasse samt Bargeld. Die Registrierkasse fand sich kurze Zeit später im rückwärtigen Bereich des Marktes auf einem Parkplatz im Innenhof. Die Täter hatten sie geleert und waren anschließend in unbekannte Richtung geflüchtet. Die genaue Tatzeit steht in beiden Fällen nicht fest.

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