Eindrücke aus dem größten Land der Welt China

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Hauptamtsleiter Manfred Merz, Wirtschaftsförderer Kai Lorenz Wittrock und Chefredakteur Rainer Hahne besuchten China und sammelten dabei Eindrücke

Kassel. Wenn man nach zehnstündigem Flug von Frankfurt aus in Peking landet, sollte man eins gleich im Flugzeug lassen: Deutsche Maßstäbe. Während bei uns alles XS ist, fängt es in China bei XXXXXL an.Malerisch sei es in Deutschland gewesen, umschrieb ein Industrieller in Nanchang, einer 6-Millionen-Stadt, seine

Eindrücke aus Kassel charmant. In Nanchang wird gerade eine U-Bahn gebaut. In fünf Jahren 200 Kilometer Strecke und 100 Stationen. Acht Milliarden werden dafür ausgegeben und hunderte Hochhäuser gesprengt. In Kassel würde in der Zeit eine Bushaltestelle verlegt.

Zeit, um die Eindrücke zu verdauen, haben wir beim Mittagessen auf Einladung der Partei im Stadtpalast. Durch endlose Gänge geht es in den riesigen Speisesaal. Raffinierte Suppen, Fisch und Fleischgerichte werden aufgetischt. Kohlehydrate sind Mangelware. Gar nicht schlecht für die schlanke Linie.

In Peking glänzt man nicht nur mit Feinstaubkonzentrationen der Superlative. Über hektargroße Marmorflächen geht man, wenn man das State Grid, den größten Energieversorger des Landes besucht. Kaum glaublich, aber wahr. State Grid versorgt eine Milliarde Kunden und hat 1,8 Millionen Mitarbeiter. Wir sind in der Abteilung Forschung und Entwicklung (35.000 Mitarbeiter). Vom kalten Peking (4 Grad) geht es in den heißen Süden. In Guangzhou steigt die Quecksilbersäule auf dreißig Grad.

Im riesigen Hotel ist natürlich gerade eine Zukunftskonferenz – wie fast überall im Lande. Wir fahren in das VW-Werk in Foshan (6 Millionen Einwohner). 8500 Mitarbeiter arbeiten im hochmodernen Werk. Demnächst werden es 15.000 sein, die 600.000 Fahrzeuge für den chinesischen Markt fertigen. Da sieht Baunatal alt aus.

Aber auch ein touristisches Highlight darf nicht fehlen. In Peking war ein Besuch der Mauer nicht möglich. Die Straßen waren völlig verstopft. Der Straßenverkehr ist für einen Europäer nervenzerfetzend. Aber es gibt ja auch noch Fenghua, mit zwei Millionen Einwohnern das kleinste Örtchen, das wir besucht haben. Ganz in der Nähe steht das größte buddhistische Kloster Chinas. Und natürlich ist dort – wir sind ja schließlich in China – die größte Buddhastatue der Welt, die wie ein goldener Berg über der ganzen Anlage aufragt. Ja, China ist überall eine Reise wert.

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Seit 12 Jahren aktiv

Kassel. Das Netzwerk Hessen-China ist eine Non-Profit-Organisation. Gegründet wurde es, um wirtschaftliche und kulturelle Kontakte zwischen deutschen und chinesischen Unternehmen, Universitäten und anderen Institutionen  zu schaffen und zu intensivieren. Mittlerweile hat das Netzwerk fünfzig Mitglieder und pflegt in alle Provinzen und Großstädte Chinas  hervorragende Verbindungen. Gegründet wurde das Netzwerk vor zwölf Jahren von den aktuellen Präsidenten Alfred Schmidt, hessischer Wirtschaftsminister a.D. und dem einflußreichen chinesischen Professor Zeng Deshun, der in Braunschweig studiert hat.

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