Für eine letzte Reise: Nordhessen bekommt eigenen ASB Wünschewagen

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Sabine Schneider und Philipp Brake vom ASB-Team Nordhessen. Sie kümmern sich um den Wünschewagen.

Mit dem Wünschewagen erfüllen ehrenamtliche Helfer todkranken Menschen ihren letzten Wunsch - bald auch bei uns in der Region

Kassel. Auch in Nordhessen können nun letzte Träume erfüllt werden, denn am 23. August wird der Arbeiter-Samariter-Bund ASB Hessen seinen ersten eigenen Wünschewagen einweihen. „Der Wagen – ein Mercedes Transporter – ist jetzt das Schätzchen vom ASB“, erzählt Philipp Brake stolz. Er ist maßgeblich daran beteiligt, dass das Projekt nach einem Jahr Vorbereitungszeit in der Region umgesetzt wurde. Gemeinsam mit Sabine Schneider haben sie mittlerweile 70 ehrenamtliche Helfer im richtigen Umgang mit den todkranken Wunschempfängern und dem Wünschewagen geschult. Denn die Betreuung und Begleitung von Menschen in ihrer letzten Lebensphase stellt hohe Anforderungen an alle Beteiligten. Bei jeder Wunschfahrt ist der Wagen mit mindestens zwei ehrenamtlichen Kräften besetzt.

Fahrt unterm Sternenhimmel: Die extra eingebauten LEDs im Wünschewagen.

„Bei unserer Info-Veranstaltung in Lohfelden sind wir von rund 30 Interessenten ausgegangen. Tatsächlich gekommen sind über 110 und wir haben noch weitere Anfragen von Menschen, die sich gerne engagieren möchten. Unsere Erwartungen wurden getoppt.“, so Brake, der in den vergangenen Wochen auch noch selbst mit dem Akkuschrauber im Wagen stand und letzte Änderungen vorgenommen hat. Der Wagen ist mit allen Sicherheitsstandards ausgestattet und maßgeschneidert auf den ASB in Nordhessen, verfügt über einen Sternenhimmel mit LEDs und einer Trage, die den Transport von den kranken Wünsche-Empfängern ermöglicht.

Fahrt mit Sternenhimmel

„Wir wollten ganz bewusst einen 3,5 Tonner zu unserem Wünschewagen umbauen, damit ihn jeder Ehrenamtliche mit einem normalen Führerschein fahren darf.“ Der Umbau des Mercedes Transporters hat rund 120.000 Euro gekostet und kann nun bald auf die erste Reise gehen. Sabine Schneider ist gespannt, wie oft er Wünsche erfüllen wird. „Man kann schlecht schätzen, wie viele Wünsche es in der Region gibt. Vielleicht fahren wir drei Mal die Woche los, vielleicht manchmal nur einmal im Monat. Doch jeder Wunsch, den wir erfüllen können, ist etwas ganz besonderes“, so Schneider. Auch ASB-Landesverband Hessen Geschäftsführer Michael Görner betont die Wichtigkeit des neuen Wagens.

Für den Transport der ersten Wünscheempfänger bereit: Die Trage ist mit gemütlichen Decken und Kissen ausgestattet, eine Begleitperson und Ehrenamtliche können sich während der Fahrt kümmern und Gesellschaft leisten.

„Wir als Wohlfahrtsverband haben es uns zur Aufgabe gemacht, den Menschen zu helfen. Das ist unser Job. Dazu gehören nicht nur die Krankenhausfahrten und der Babynotarztwagen, sondern nun auch der Wünschewagen, der sich um todkranke Menschen kümmern soll“, so der Geschäftsführer. Eine erste Wunschanfrage für den September haben Görner und sein Team schon erhalten. Um Wünsche erfüllen zu können, ist der ASB auf Spenden angewiesen.

Wer dabei helfen will, letzte Wünsche zu erfüllen, kann dies über das Spendenkonto Wünschewagen, Empfänger ASB RV Kassel-Nordhessen, IBAN DE25 5205 0353 0000 0228 68, HELADEF1KAS, Zweck: Wünschewagen, tun.

Wer noch einmal letzte Wünsche wagen möchte, kann sich hier melden. Weitere Infos und Kontakt über wuenschewagen@asb-nordhessen.de.

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