1. lokalo24
  2. Lokales
  3. Kassel

BioRegional ist 1. Wahl 

Erstellt:

Kommentare

Auftakt der zweiten RegioWoche: (v. li.) Martina Dewald, Leiterin der Ernst_Leinius-Schule;  Thomas Ackermann, Dezernent für Umwelt und Klimaschutz beim Landkreis Kassel; Silke Flörke, Projektkoordinatorin der Ökomodell-Region Nordhessen; Nikolaj Hahn vom Catering „Iss was“ sowie Stefani Ross und Martina Keller vom Projektteam.
IMG_5208_.JPG © Krümler

Nordhessische Erzeugnisse: Eine Woche lang gutes bioregionales Mittagessen in Kitas und Schulen

Kassel. Eine weitere Woche lang gutes bioregionales Mittagessen in Kitas und Schulen in Stadt und Landkreis Kassel– das bietet die zweite RegioWoche, die am Montag eröffnet wurde. Ursprünglich für den Januar 2022 vorgesehen und aufgrund der anhaltenden Coronapandemie verschoben, startete die RegioWoche Kassel nun mit einem gemeinsamen Mittagessen in der Mensa der teilnehmenden Ernst-Leinius-Schule in Kassel-Harleshausen. Das vom Ökoaktionsplan Hessen geförderte Pilotprojekt bringt bis zum 1. Juli landwirtschaftliche und verarbeitende Biobetriebe, Caterer und Bildungseinrichtungen zusammen.

„Ich freue mich, dass die Auftaktveranstaltung bei uns stattfindet“, so Schulleiterin Martina Dewald, „haben wir doch schon vor Jahren den Weg zu einer nachhaltigen Schule eingeschlagen.“ Und neben Themen wie beispielsweise der Ausbildung zum Klimabotschafter oder Reduzierung des Verpackungsmülls gehöre natürlich auch die Beschäftigung mit der Frage, wo die Lebensmittel herkommen, zum Schulleben.

Auch in dieser RegioWoche in Stadt und Landkreis Kassel ist das Menü ganz auf nordhessische Erzeugnisse ausgerichtet – neu im Sortiment sind die Linsen aus Witzenhausen, die für eine leckere Linsenbolognese verkocht werden. Salate aus Grebenstein, Eier aus Guntershausen, Rindfleisch aus Baunatal und Kartoffeln aus Liebenau stehen in dieser Woche auch auf dem Speiseplan, an einem Tag gibt es Biorindfleisch in den Schulkantinen. Die Anzahl der beteiligten Küchen hat sich erhöht, so dass dieses Mal täglich über 7.000 Mittagessen aus bioregionalen Zutaten angeboten werden können – „ein Stresstest für alle Beteiligten“, schmunzelte Nikolaj Jahn vom Catering „Iss was“. Die ursprünglichen Cateringbetriebe „Kantine Lohmann“, „Iss was“, „Gourmet Kids“ und „biond“ wurden um das Catering-Team des Restaurants „Weißenstein“, die Frischküchen der Freien Schule Kassel und der Offenen Schule Waldau und um die Kita „Astrid-Lindgren-Haus“ der Stadt Baunatal erweitert.

Filmpremiere: „Gudes Ess‘n aus Nordhessen“

„Die RegioWoche ist ein toller Beitrag zum Klimaschutz“, unterstrich Landkreis-Umweltdezernent Thomas Ackermann bei der Auftaktveranstaltung. Er bedauerte, dass regionale Lebensmittel bei uns nicht den hohen Stellenwert hätten, den sie „in südlichen Ländern immer schon besitzen.“ Das will die Ökomodell Region Kassel ändern, zum Beispiel auch mit einem Kurzfilm, der – nicht nur für Kinder – ebenso anschaulich wie unterhaltsam der Frage nachgeht, wie das Essen auf unsere Teller kommt und der auf der Veranstaltung in der Ernst-Leinius-Schule Premiere feierte. Auf einer Tour zu vier landwirtschaftlichen Betrieben in Nordhessen zeigt der Film „Gudes Ess‘n aus Nordhessen - Bioregionale Wertschöpfungsketten für eine nachhaltige Kita- und Schulverpflegung“ (zu sehen unter www.regiowochekassel.org) wer die Lebensmittel anbaut und woher sie kommen. Da erzählen Bäuerinnen und Bauern aus der Region von ihrer Arbeit, am Ende zaubert ein Koch ein leckeres bioregionales Gericht. Trickfilmsequenzen ergänzen die realen Personen. Der gelungene Film – erstellt von den Kasseler Künstlern Johannes Guttenhöfer (Jjojo-tv.com) und Felix Kramer (felix-trickfilm.de) – kann begleitend zur RegioWoche und darüber hinaus in der Ernährungsbildung für Kinder und Erwachsene verwendet werden.

„Nur wenn die unterschiedlichen Akteursgruppen in Kontakt kommen und die Arbeitsbedingungen der jeweils anderen Partei kennen, kann sich eine kontinuierliche Versorgung mit bioregionalen Erzeugnissen entwickeln. Die Erzeugerhöfe brauchen stabile Absatzmärkte in ihrem direkten Umfeld und dabei kommt Schulen, Kitas und anderen öffentlichen Einrichtungen eine besondere Rolle zu!“, erläuterte Silke Flörke, Projektleitung der RegioWoche und Koordinatorin der Ökomodell-Region Nordhessen.

Auch interessant

Kommentare