In einer Nacht: Männer verprügeln zwei Taxifahrer

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Ein nächtliches Handgemenge mit jeweils einem Taxi- und Mietwagen-Fahrer endete für zwei Baunataler vor dem Amtsgericht. Foto: Schaumlöffel

Vater und Sohn gegen Taxifahrer: Streit um Quittung und Erbrochenes endet vor Gericht.

Kassel. "Das ist alles dumm gelaufen”, so der Baunataler Familienvater, der sich seit Donnerstag zusammen mit seinem Sohn vor dem Kasseler Amtsgericht wegen gefährlichen Körperverletzung verantworten muss. Ihnen wird vorgeworfen, in einer Nacht erst einen Minicar-Fahrer und danach einen Taxifahrer verprügelt zu haben.

Vater (41) und Sohn (22 Jahre) ließen sich in der Nacht zum 1. Februar 2014 mit einem Großraumtaxi von der Friedrich-Ebert-Straße zu einer Diskothek in der Innenstadt von Kassel fahren. Nachdem sie dort angekommen waren, sollen sie sich über den Taxipreis beschwert und den ausgestiegenen Fahrer bedrängt haben. Anschließend sollen sie gemeinsam auf den Taxifahrer, der durch zwei unbekannt gebliebene Begleiter der Angeklagten festgehalten worden sein soll, eingeschlagen haben. Auch ein Schlagstock kam zum Einsatz. Der 31 Jahre alte Taxifahrer war eine Woche arbeitsunfähig.

Nach dem Besuch der Diskothek ließen sich die beiden Angeklagten von einem Minicar zur Wohnanschrift des 41 Jahre alten Angeklagten nach Baunatal fahren. Da sich ein Begleiter der beiden Angeklagten in das Taxi erbrochen hatte, forderte der 24 Jahre alte Fahrer die Herausgabe von dessen Adresse. Das soll den 41 Jahre alte Angeklagten veranlasst haben, auf den Taxifahrer einzuschlagen. Als dieser versuchte, den Notruf anzuwählen, soll sein Sohn ebenfalls mehrfach auf den Mann eingeschlagen haben.

Der Taxifahrer erlitt unter anderem eine Gehirnerschütterung und Prellungen im Bereich von Kopf und Oberkörper.Der angeklagte Familienvater berichtetet vor Gericht, dass alles ganz anders war. Bei der Hinfahrt zur Disco sei es wegen einer Quittung, die der Fahrer nicht ausstellen wollte zum Streit gekommen. Bei der Rückfahrt habe der Fahrer durch eine Handbewegung, gedacht, dass der Fahrgast ihn schlagen wolle. Mit seinen Aussagen brachte der 41-Jährige den Staatsanwalt teilweise ordentlich auf die Palme. Besonders nach der Erklärung, dass er die nächstliche Taxifahrt, die ja Privatvergnügen ist, von der Steuer absetzen wollte, ermahnte ihn der Staatsanwalt eindringlich.

In der Tatnacht war vor allem der Vater stark alkoholisiert (2,6 Promille). Sein Sohn kam auf 1,3 Promille. Angesichts seines Handelns gehe der Staatsanwalt aber davon aus, dass der Angeklagte Alkohol gewöhnt sei: "Ich könnte mit 2,6 Promille gar nicht mehr stehen geschweige denn einen Streit anfangen.” Ein Urteil gab es bei der Verhandlung am Donnerstag noch nicht.

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