Einfach weg damit: Die Leidtragenden der Ferienzeit

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Kassel. Die Tierheime sind bis auf den letzten Käfig voll – besonders Kleintiere werden vor dem Urlaub abgegeben.

Kassel. Ferienzeit bedeutet nicht nur  Urlaub, Erholung und Spaß, sondern oft überfüllte Tierheime. Wenn die Fernreise gebucht ist, sich aber keiner finden lässt, um zwei Wochen Hund oder Katze zu versorgen, landen viele Tiere auf der Straße.Der Leiter der Wau-Mau-Insel Kassel, Karsten Plücker,  kennt die Problematik: "Gerade viele Kleintiere werden bei uns abgegeben, weil die Besitzer in den Urlaub fahren. Insbesondere wenn Menschen ihre alte Heimat besuchen und dementsprechend vier Wochen am Stück nicht zuhause sind, sollen die Tiere schnell und problemlos weg kommen."

Trend geht zurück

Immerhin: an Autobahnen ausgesetzte Hunde gibt es immer weniger. "Viele Leute überlegen es sich vorher gut, einen Hund anzuschaffen, vorallem weil auch die Kosten gestiegen sind." Und weiter: "Einen Hund für den man beim Züchter 1000 Euro bezahlt, gibt man nicht so leicht weg wie einen Hamster, der fünf Euro gekostet hat", erklärt er. Deshalb müssen die Preise für Kleintiere auch deutlich höher angesetzt werden, fordert der Tierheimleiter.

Ihm ist kein Fall in Nordhessen bekannt, wo ein Hund etwa an der Autobahnraststätte ausgesetzt worden ist. Dafür konnte die Wau-Mau-Insel im Juli 25 Hunde vermitteln und bisher im August sogar 50. "Viele Leute die sich einen Hund anschaffen wollen, nehmen sich extra in den Ferien dafür Zeit, um den Hund eine gute Eingewöhnungszeit zu bieten."Dennoch: "Wer sich ein Tier anschafft, hat die Pflicht verantwortungsbewusst damit umzugehen und sich auch um eine vernünftige Urlaubsbetreuung kümmern", so der Tierschützer.

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