So einfach wird man zum Lebensretter: Sebastian Menge spendete Stammzellen

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Sebastian Menge während der Dreharbeiten zum Aufklärungsvideo, in dem er über seine Erfahrungen als Stammzellspender spricht.

Ein Leben zu retten kann manchmal so einfach sein. Sebastian Menge aus Balhorn-Baunatal hat es getan.

Kassel. Als Stammzellspender konnte er dem Kanadier Allan Malcom zu einem ‘neuem’ Leben verhelfen und unterstützt nun die Initiativgruppe für die kleine Katharina mit einem Aufklärungsvideo. lokalo24 traf ihn während der Dreharbeiten.

lokalo24: Sebastian, wie kam es, dass du dich damals hast registrieren lassen und wie hast du erfahren, dass du helfen kannst? Ich hab mich schon vor einigen Jahren für einen erkrankten Bekannten typisieren lassen und natürlich immer gehofft, dass ich helfen kann. Vor knapp zwei Jahren bekam ich dann Post von der Stammzellspenderdatei, dass ich als Spender in die nähere Auswahl komme. Darüber habe ich mich natürlich sehr gefreut.

lokalo24: Wie ging es dann weiter? Ich musste zu einer Feintypisierung, wo noch einmal genau geschaut wird, ob ich mit dem Patienten übereinstimme. Dafür wurde mir nur Blut abgenommen. Ich bekam kurz danach den Bescheid, dass ich passe und dann ging es für mich nach Frankfurt zur Stammzellspende. Vor der Spende musste ich mir, ähnlich wie Thrombose-Spritzen, ein Medikament verabreichen, was meinem Körper vorgaukelte, dass ich krank bin. So produziert der Körper weiße Blutkörperchen, die mir Tage darauf entnommen wurden.

lokalo24: Wie lief der Tag der Spende ab? Ich kam am Abend zuvor mit meiner Freundin in Frankfurt an und am nächsten Tag ging es dann los. Die Prozedur kann man sich ähnlich wie beim Plasmaspenden vorstellen. Ich hatte eine Kanüle an dem einem Arm, wo das Blut entnommen und von dort in eine Filteranlage gepumpt wurde und auf der andere Seite lief das nicht gebrauchte Blut über eine Kanüle zurück. Die Entnahme dauerte ungefähr vier Stunden, doch in der Zeit wurde ich sehr freundlich umsorgt. Alles war sehr gut organisiert und ich war am Abend danach schon wieder fit.

lokalo24:Wie hast du erfahren, dass deine Spende ein Leben gerettet hat? Nach der in Deutschland üblichen Sperrfrist von zwei Jahren bekam ich die Nachricht, dass der Empfänger mich kennenlernen möchte und ich sagte natürlich sofort zu. Allan Malcom kommt aus Kanada, wir schrieben uns anfangs, er und seine Frau besuchten uns vergangenes Jahr in Kassel und in diesem Frühjahr waren meine Freundin und ich bei ihm. Es ist toll, dass es ihm so gut geht und ich auf einfache Art und Weise sein Leben retten konnte.

Sebastian Menge wird am 25. November bei der Typisierungsaktion vor Ort sein und Fragen beantworten. Hier geht es zum Artikel über die kleine Katharina.

Hier geht es zu der Facebook-Seite „Katharina sucht ihren Lebensretter“.

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