Einwanderungsland Deutschland

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Briefwechsel vom Chefredakteur Rainer Hahne. Diesmal an Finanzminister Wolfgang Schäuble zum Thema Einwanderung.

Briefwechsel. Sehr geehrter Wolfgang Schäuble,

Sie sind als Bundesfinanzminister für unsere Gelder zuständig. Normalerweise  sind  Menschen, die in diesem Bereich arbeiten, ruhig und sachlich, neigen weniger zu Hysterie und nicht angebrachter Hektik.

Das haben Sie, Herr Schäuble,  gerade in den letzten Wochen bewiesen. Da sind mal einige Menschen auf den Straßen unterwegs gewesen und haben ihr Unbehagen über die aktuelle Situation von Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland deutlich gemacht. Die Aufregung in Politikerkreisen war schon bemerkenswert. Da stehen in Kassel 60 "rechte” Demonstranten rum – ihnen gegenüber 2000 "Linke”.  Es wird Stimmung gemacht bis zum Geht-nicht-mehr. Man dürfe mit diesen "Rechten” nicht sprechen, forderte nicht nur ein grüner Spitzenpolitiker, sondern sogar ein katholischer Philosoph.

Sie hingegen, sehr geehrter Herr Schäuble, haben Ihre lieben Politikerkollegen mal so richtig kritisch unter die Lupe genommen. Der Sinn und der Nutzen von Zuwanderung müsse besser erklärt werden, haben Sie die Schreihälse aufgefordert.  Es sei der größte Fehler der etablierten Parteien, dass man nicht genug zuhöre und nicht auf das Unbehagen der Menschen eingehe.

Irgendwie klar, dass Sie als Bundesfinanzminister so leise Töne anschlagen, schließlich haben Sie ja nach eigener Rechnung 2014 22 Milliarden Euro mehr von Menschen mit Migrationshintergrund einkassiert, als Sie für diese Gruppe ausgegeben haben.Hätten Sie ein bißchen mehr ausgegeben, wären uns vielleicht diese Demos erspart gebleiben. Glauben Sie etwa, dass die Menschen es nicht merken, dass die Städte, Gemeinden und Kreise unter der Last der Unterbringung und Versorgung von Flüchtlingen stöhnen und nicht wissen, wie sie das leisten sollen? Meinen Sie, wir wissen nicht, dass allein die Stadt und der Landkreis Kassel noch auf finanzielle Hilfen in diesem Bereich von 28 Millionen Euro warten? Glauben Sie,  Otto Normalverbraucher kriegt das nicht mit, dass viel zu wenig Geld für Deutschkurse und ähnliche Integrationsmaßnahmen zur Verfügung steht? Nicht reden, handeln, Herr Schäuble.

Seit Jahrzehnten warten wir Bürger darauf, dass die Einwanderung in geordnete Bahnen gebracht wird. Es passiert nichts als Flickschusterei. Immer wieder erleben wütende Bürger, dass Menschen, die sich hervorragend integriert haben, Deutschland wieder verlassen müssen, während Kriminelle mit Migrationshintergrund bei uns bleiben. Und da wundern sich Politiker über Unzufriedenheit?Mit einwandernden Grüßen,

Rainer HahneChefredakteur

P.s. Mittlerweile fordert das Handwerk Bleiberecht für Flüchtlinge. Bouffier fordert auf, das Gespräch zu suchen. Und der Wirtschaftswissenschaftler Hans-Werner Sinn fordert 32 Millionen Einwanderer, um die Rentenkasse zu retten.  Was nun, liebe Politiker?

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