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„Eltern haben ein Recht auf Unterstützung“: Wie Erziehungsberatungen Familien helfen

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Von: Nadja Feldle

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Sandy Hoffmann, Fachgebietsleiterin der Psychologischen Beratungsstelle des Diakonischen Werks.
Sandy Hoffmann, Fachgebietsleiterin der Psychologischen Beratungsstelle des Diakonischen Werks. © Feldle

Innerhalb der Hilfen zur Erziehung stellt die Erziehungsberatung bei der Klärung und Bewältigung familienbezogener Probleme eine kostenlose Hilfe dar.

Kassel.  „Nur in einer guten Eltern-Kind-Beziehung kann eine gute Erziehung stattfinden“, berichtet Sandy Hoffmann, Fachgebietsleiterin der Psychologischen Beratungsstelle des Diakonischen Werks Region Kassel. Hier finden unter anderem sogenannte kostenfreie Erziehungsberatungen statt, die im Laufe der letzten Jahre immer häufiger von Eltern und Kindern wahrgenommen werden (hier zum Artikel über das Jugendamt).

„Hauptthemen bei uns in der Beratung sind Trennungen der Eltern, Probleme in der Schule, aber mittlerweile auch der Umgang der Kinder mit Medien. Oftmals wenden sich aber auch Alleinerziehende oder junge Eltern an uns und wir besprechen gemeinsam, wie man die vielen Anforderungen meistern kann. Bei vielen Problemstellungen reicht schon das Erstgespräch bei uns und die Familien gehen mit neuen Lösungsansätzen nach Hause. Ansonsten kommen Eltern und Kind durchschnittlich zu drei bis fünf Sitzungen, meist alle zwei Wochen, in denen über die Sorgen und Nöte gesprochen wird. In Krisensituationen natürlich auch häufiger“, so Hoffmann.

Neben den Eltern können sich auch Großeltern und enge Freunde an die Beratungsstellen wenden. „Alle umgangsberechtigten Personen können sich an uns wenden, wenn ihnen bestimmte Verhaltensweisen in der Familie auffallen. Oft wenden sich Kinder an ihre Vertrauenslehrer oder Erzieher, die dann bei uns anrufen und ihre Schützlinge zu uns schicken. Gemeinsam erläutern wir dann die Probleme und finden Lösungen. Die Beratungsstellen werden mittlerweile gerne angenommen. Die Angst, als „Rabeneltern“ zu gelten, weil man sich Hilfe holt, lässt nach. Wir beraten im interdisziplinären Team, bestehend aus Sozialpädagogen und -arbeitern, Psychologen und Theologen ganz unabhängig von Alter, Nationalität und Religionszugehörigkeit und unter staatlicher Schweigepflicht“, so die 42-Jährige.

Offene Sprechstunden finden montags von 10 bis 11.30 Uhr oder mittwochs von 16 bis 17.30 Uhr in der Wildemanngasse 14 statt.

Weitere Erziehungsberatungsstellen sind die Beratungsstelle für Kinder und Eltern des Deutschen Kinderschutzbundes, Wolfhager Str. 170, das Kasseler Familienberatungszentrum, Hinter der Komödie 17 und im Kreisgebiet des Landkreises Kassel führt ausschließlich das Jugendamt des Landkreises Kassel, Wilhelmshöher Allee 19-21, Erziehungsberatung durch.

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