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Klimaneutraler Jungfernkopf - Startschuss für Modellprojekt

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Ende 2019 hatte der Ortsbeirat Jungfernkopf beschlossen, Energiewendestadtteil zu werden
et122135.jpg © Harry Soremski

Bürgerinnen und Bürger sind zur Auftaktveranstaltung am 14. Juli eingeladen

Wie kann der Jungfernkopf bis 2030 klimaneutral werden? Dazu erstellt die Stadt Kassel nun ein energetisches Quartierskonzept, das zeigen soll, wo konkrete Handlungsmöglichkeiten bei Gebäuden und im Wohnumfeld sowie bei Energieversorgung, Mobilität und Konsum bestehen .Die Stadt lädt am Donnerstag, 14. Juli, um 18.30 Uhr alle Interessierten aus dem Stadtteil zur Auftaktveranstaltung in die Turnhalle Jungfernkopf (Wegmannstraße 50) ein. Dort erfahren sie mehr über die Ziele, Themen und Vorteile der Quartierskonzepte und haben die Möglichkeit, Anregungen und potenzielle Maßnahmen einzubringen. Bis zum 31. Juli können Interessierte zudem an einer Online-Befragung teilnehmen, bei der bereits erste Impulse für die Konzepterstellung gesammelt werden. Wie sehen Sie Ihr Quartier? Welche Vorzüge hat es? Wo bestehen Handlungsbedarfe? Solche und ähnliche Fragen stehen in der Umfrage auf der städtischen Internetseite zum Quartierskonzept bereit: www.kassel.de/eqk-jungfernkopf .

„Ich freue mich sehr, dass der Impuls, unser drittes Modellprojekt im Jungfernkopf durchzuführen, aus dem Ortsbeirat und Stadtteil selbst kamen,“ betont Umweltdezernent Christof Nolda. Ende 2019 hatte der Ortsbeirat Jungfernkopf beschlossen, Energiewendestadtteil zu werden und bei der Stadt um Unterstützung gebeten. Der Ortsvorsteher des Stadtteils, Christian Unverzagt, freut sich, dass es nun losgeht. „Wir wollen hier im Stadtteil unseren Beitrag zu den Zielen der Stadt leisten. Dazu entwickeln wir jetzt gemeinsam mit allen Bewohnerinnen und Bewohnern aus dem Stadtteil konkrete Maßnahmen.“ Das Besondere am Projekt wird sein, dass alle Lebensbereiche untersucht werden. Auch soll geprüft werden, was besser individuell und was besser in Gemeinschaft gelöst werden kann. „Wir werden die verschiedenen Aktivitäten im Klimaschutz, die stadtweit angedacht sind, im Jungfernkopf einsetzen und die Erfahrungen von hier in andere Stadtteile mitnehmen“, versichert Thomas Duwe, Projektbearbeiter im Umwelt- und Gartenamt.

Die Stadt Kassel hat zur Konzepterstellung das Büro KoRis (Kommunikative Stadt- und Regionalentwicklung und Energie Konzepte Klimaschutz Siepe) aus Hannover beauftragt. Das Büro startet nun mit den Ortsbegehungen und den Berechnungen von Treibhausgas-Bilanzen und Einsparpotenzialen. Außerdem sind sie für den Beteiligungsprozess verantwortlich und erstellen in Abstimmung mit allen Beteiligten die Konzepte. „Die Datenerhebungen bieten uns eine gute Grundlage, um konkret zeigen zu können, wo Einsparpotenziale bestehen und wie der Stadtteil klimaneutral werden kann“, so Dieter Frauenholz vom beauftragten Büro KoRiS .Der von der Stadt Kassel extra eingestellte Quartiersmanager Silvio Nießner wird das Projekt über die kommenden Jahre begleiten, Ansprechpartner sein und die Maßnahmen aus dem Konzept umsetzen. Ermöglicht wird dies durch die Förderung von Bund und Land. Die Stadt Kassel erhält zur Finanzierung der energetischen Quartierskonzepte Fördermittel der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) aus dem Programm „Energetische Stadtsanierung“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Zusätzliche Fördermittel gibt es vom Land - die Stadt muss nur 5 Prozent der anfallenden Kosten in Höhe von 140.000 Euro zahlen.

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