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Ende der Homeoffice-Pflicht: Kasseler Unternehmen mit flexiblen Lösungen

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Von: Marcel Ehrig, Helmut Krümler, Nadja Feldle, Karsten Knödl

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Corona, Homeoffice
Für viele Arbeitnehmer ist das Homeoffice mittlerweile Alltag. Jetzt endet die Homeoffice-Pflicht, wobei viele Unternehmen weiterhin flexible Lösungen anbieten. © Unsplash

Die Coronazahlen steigen, die Homeoffice-Pflicht läuft allerdings aus. Wir haben uns bei Kasseler Unternehmen umgehört, ob ihre Beschäftigten wieder ins Büro zurückkehren oder ob ein anderes Modell gefahren wird.

Kassel Zum 19. März ist die Homeoffice-Pflicht ausgelaufen. Demnach können Unternehmen ihre Mitarbeitern wieder zurück ins Büro beordern. Doch nicht alle Unternehmen in der Region Kassel machen das auch, wie sie auf EXTRA-TIP-Anfrage mitteilen.

Mobiles Arbeiten bei Hübner

„Wie während der gesamten Zeit der Corona-Pandemie unterstützt HÜBNER auch weiterhin das mobile Arbeiten“, heißt es von einem Sprecher des Unternehmens. Man habe gerade für produktionsferne Bereiche alle notwendigen technischen Vorkehrungen getroffen, damit die persönlichen Kontakte am Arbeitsplatz auf das Nötigste reduziert werden könne. „Unabhängig von der Pandemie-Lage sollen auch langfristig Möglichkeiten für das mobile Arbeiten bei HÜBNER angeboten werden, dazu laufen derzeit Abstimmungen mit der Arbeitnehmervertretung“, heißt es von der Hübner-Gruppe.

Verschiedene Varianten bei K+S

Für individuelle Lösungen hat man sich beim Düngemittelhersteller K+S entschieden. Die Firmenleitung hat – gemeinsam mit dem Betriebsrat – eine Betriebsvereinbarung ausgearbeitet, die am vergangenen Freitag in Kraft trat. „In Absprache mit den jeweiligen Führungskräften kann sich nun jeder (Büro-)Mitarbeiter für unterschiedliche Varianten entscheiden“, sagt K+S Pressesprecher Michael Wudonig. „Nur beispielsweise: Möglich sind 100 Prozent Homeoffice, 50/50 oder auch drei Tage in der Firma. Es wird kurz durchdiskutiert, was für beide Seiten wünschenswert ist, was machbar ist und welche Voraussetzungen beidseitig gegeben sind, bzw. erfüllt sein müssen.“ In Anspruch nehmen können diese Regelung rund 900 K+S-Mitarbeiter.

Arbeitsalltag weiterhin flexibel

„Im Rahmen des neuen Infektionsschutzgesetzes und der darin enthaltenen Hotspot-Regelung haben wir uns dazu entschlossen, unseren Büroalltag zunächst bei aller Vorsicht und mit Weitblick weiter flexibel zu gestalten. So können wir auf die aktuelle Lage kurzfristig reagieren und das gemeinsame Arbeiten an den Standorten anpassen“, so ein Sprecher der Wintershall Dea AG. Aktuell sollen die Kolleg:innen weiterhin die Möglichkeit des Home Office nutzen. Wer jedoch Arbeiten im Büro zu erledigen habe, könne dies, wie auch zuvor schon unter Einhaltung der Hygieneregeln tun. Man wolle aber auch bald wieder in den persönlichen Austausch am Arbeitsplatz kommen, sofern es die Rahmenbedingungen zulassen. „Bereits 2020 hatten wir deshalb unser hybrides „Flex forward“- Prinzip, mit zwei Kern-Arbeitstagen im Büro, in der gesamten Organisation eingeführt.“

Auch seitens der Regierung heißt es, Arbeit im Homeoffice solle wegen des Infektionsschutzes auch „weiter in Erwägung gezogen werden“. So sollten Arbeitgeber zumindest prüfen, ob Homeoffice für die Gesundheit ihrer Arbeitnehmer erforderlich ist. Die Homeoffice-Pflicht aber ist weggefallen.

„Die Basisschutzmaßnahmen werden nun nicht mehr unmittelbar in der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung vorgeschrieben, sondern durch die Betriebe als Ergebnis der Gefährdungsbeurteilung in betrieblichen Hygienekonzepten festgelegt. Dabei sind sowohl das örtliche Infektionsgeschehen sowie die tätigkeitsspezifischen Infektionsgefahren, z.B. räumliche Begebenheiten, zu berücksichtigen“, heißt es auf der Seite des Bundesministerium für Arbeit und Soziales.

 

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