Energie aus luftiger Höhe

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Kassel. Sauberer Strom für rund 17.000 Haushalte: Windpark Söhrewald wurde offiziell eröffnet.

Kassel. "Schweigen im Walde” – das war der erste Eindruck bei der Eröffnung des Windparks Söhrewald zwischen Kaufungen und Kassel. Denn obwohl sich hier die größten Windräder Nordhessens drehen (Nabenhöhe 134 Meter), ist nichts zu hören. Nur hinter dem Festzelt brummt leise ein Stromerzeuger für die Kaffeemaschinen.

Kein Wunder also, dass sich Andreas Helbig, Vorstandsvorsitzender der Städtischen Werke, in seiner Ansprache mehr als zufrieden zeigte: "Seit Dezember letzten Jahren liefert der Windpark sauberen Strom für rund 17.000 Haushalte. Möglich wurde das nur durch eine vorbildliche Zusammenarbeit über alle möglichen Grenzen hinweg.” Und Grenzen gibt es hier genug. Schließlich liegt der Windpark auf dem Warpel in der Gemeinde Söhrewald, auf der Gemarkung Wellerodes im Verantwortungsbereich des Regierungsbezirks Nordhessen in einem Waldstück des Hessenforstes.

Einfach war es nicht, die Windräder auf diese Waldlichtung zu stellen, die vor Jahren der Orkan "Kyrill” geschaffen hatte. Kabel mussten neu verlegt werden zu einer Umspannanlage, die ebenfalls neu am Kraftwerk der Städtischen Werke aufgebaut werden musste. Die Eingriffe in den Wald konnten auf jeden Fall minimal gehalten werden.

Städtische Werke wollen 75 Prozent abgeben

Sicher auch ein Grund dafür, dass der Windpark mittlerweile ein Ziel für Wandergruppen geworden ist. Grund für die hohe Akzeptanz des Windparks sei aber auch die Tatsache, dass der Windpark für Bürgerenergiegenossenschaften offen sei, ist sich Helbig sicher. Bis zu 75 Prozent der Anteile wollen die Städtischen Werke abgeben, sich aber immer an den Anlagen beteiligen: "Unser wirtschaftlicher Erfolg hängt mit einem wirtschaftlichen Betrieb der Anlagen zusammen und nicht von der Entlohnung der Projektierung oder vom Verkauf eines fertigen Windparks. Da ist es nämlich egal, ob die Anlagen wirtschaftlich laufen oder nicht.”Die Wirtschaftlichkeit der Anlagen auf dem Warpel steht jedenfalls außer Frage. Der Ertrag ist bisher deutlich höher als erwartet.

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