Entscheidung gefallen: Kasseler Waffenbörse muss wegen Corona schließen

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Die Waffenbörse besteht seit 20 Jahren und besitzt eine überregionale Strahlkraft. Trotz anstieg der Corona-Fallzahlen, darf sie bis Sonntag in den Kasseler Messehallen stattfinden.

Der Verwaltungsgerichtshof entschied am Freitagnachmittag: Der Beschwerde von der Stadt wird stattgegeben. Die Kasseler Waffenbörse nun doch verboten.

Aktualisiert am Freitag, 16. Oktober um 20 Uhr: Die Kasseler Waffenbörde ist nun doch verboten worden. Nachdem die Stadt Beschwerde gegen den Beschluss des Verwaltungsgerichts eingelegt hatte, hat der Verwaltungsgerichtshof dieser stattgegeben. Und die Messe wegen Corona verboten.

Die Ursprungsmeldung lesen Sie hier:

Kassel. Die Waffenbörse Kasse in der Messe Kassel darf stattfinden! Das von der Stadt Kassel ausgesprochene Verbot der Durchführung der internationalen Waffenbörse in den Kasseler Messehallen ist vom zuständigen Verwaltungsgericht am Donnerstag Vormittag aufgehoben worden.

Gegen den entsprechenden Beschluss des Verwaltungsgerichts will sich die Stadt Kassel jetzt aber mit einer Beschwerde an den Hessischen Verwaltungsgerichtshof wenden.  Oberbürgermeister Christian Geselle: "Für diese Entscheidung des Verwaltungsgerichts habe ich angesichts des aktuellen Infektionsgeschehens in unserer Stadt kein Verständnis."

Der Veranstalter der Waffenbörse hatte beim Verwaltungsgericht einen Eilantrag gegen die Untersagungserklärung der Stadt gestellt. Aufgrund des rapiden Anstiegs der Infektionszahlen hatte die Stadt Kassel entschieden, dass größere Veranstaltungen mit mehr als 250 Teilnehmenden bis auf weiteres nicht wie geplant stattfinden können. Unter anderem mit dieser Maßnahme soll zum Schutz der Bevölkerung der weiteren Ausbreitung des Corona-Virus entgegengewirkt werden.

Der Waffenbörsen-Veranstalter teilt in einer Pressemitteilung mit: Die Besucher dürfen Deutschlands größte Waffenbörse mit Online-Tickets besuchen. Sie sind unter www.waffenboersen.com erhältlich und kosten 19 €. Man kann Online-Tickets auch auf der Börse bargeldlos erwerben. Dafür stehen auf der Messe 2 Terminals zur Verfügung.

Die weiteren gerichtlichen Auflagen in Kurzform: Besuchern, die Symptome aufweisen, die auf eine Infektion mit einer COVID-19-Erkrankung hinweisen, ist der Zutritt zu verweigern. Die Ausstellungsstücke müssen – soweit ohne Beschädigung möglich – nach jeder Berührung durch Besucher desinfiziert werden. Die Hallen werden in regelmäßigen Abständen kräftig belüftet, wobei die Lüftungsanlage sowieso läuft. Im Übrigen bleibt das mit der Stadt Kassel ausgehandelte Hygienekonzept bestehen.

Auf der Waffenbörse gibt es nicht nur Waffen zu sehen...

Große Erleichterung herrscht bei Ausstellern und Besuchern, endlich wieder „Business as usual“ – wenn auch unter Auflagen – auf der Traditionsmesse machen zu können. Sie besteht seit 20 Jahren und besitzt eine überregionale Strahlkraft. Leider hat sich das von der Pressestelle der Stadt Kassel gestern Nachmittag angekündigte und von den Medien veröffentlichte Verbot in Windeseile verbreitet und eine große Verunsicherung in die Branche getragen. Hier wird es schwer sein, die potenziellen Besucher in ganz Deutschland über die Aufhebung des Verbots zu informieren, so dass die Vorjahreszahlen wohl nicht wieder erreicht werden.

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