Entschieden: documenta-Institut kommt auf den Karlsplatz

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Der Parkplatz des Kasseler Karlsplatzes: Hier soll das neu documenta-Institut entstehen.

Die Kasseler Stadtparlamentarier haben im Kongress Palais entschieden: Das documenta-Institut soll auf dem Karlsplatz gebaut werden.

Kassel. Das war eine historische Stadtverordnetensitzung im Kongress Palais. Zuletzt hatten die Stadtverordneten von 1946 bis zum Dezember 1951 in diesem Raum getagt. Jetzt machten Corona und die Abstandsregelung es nötig. Historisch war diese Sitzung aber auch aus einem anderen Grunde: Auf die Entscheidung, wo das documenta-Institut gebaut werden soll, musste Kassel nämlich lange warten.

Jetzt wurde mit 39 Ja-Stimmen, 29 Nein-Stimmen und einer Enthaltung entschieden, das Institut auf dem Parkplatz am Karlsplatz zu bauen. Erwartungsgemäß stimmten CDU, FDP und AFD dagegen.

Zum Eklat kam es, als Lutz Getschmann, Fraktionsvorsitzender der Linken, die AFD als Wurmfortsatz der CDU bezeichnete. Der CDU-Fraktionsvorsitzende von Rüden verwahrte sich aufs schärfste gegen diesen Angriff, den er als unter aller Würde bezeichnete.

Historische Sitzung im Kongress Palais: Die Kasseler Stadtparlamentarier stimmten mehrheitlich für den Bau des documenta-Instituts auf dem Karlsplatz.

Die Befürworter des Standortes Karlsplatz betonten, dass es wichtig sei, die Interessen der Anlieger zu berücksichtigen. Ein Beirat soll die Interessen der Anwohner in der Planungs- und Bauphase einbringen, erklärte Stadtbaurat Christof Nolda. Das habe schon auf anderen Großbaustellen wie in der Goethestraße oder der Friedrich-Ebert-Straße gut geklappt.

In einem Statement zur gestrigen Stadtverordnetenversammlung zum Standort des documenta-Instituts erklärt der Kasseler Bundestagsabgeordnete Timon Gremmels (SPD):

„Es ist gut, dass die Kasseler Stadtverordnetenversammlung mit dem Karlsplatz jetzt eine endgültige Entscheidung für einen Standort für das geplante documenta-Institut getroffen hat. Eine weitere Hängepartie hätte die 2016 vom Deutschen Bundestag beschlossene Bundesmittel in Höhe von 12 Mio. gefährdet. Es ist ein wichtiges Signal Richtung Finanzgeber aus Bund und Land, dass die Region sich zur documenta und ihren Institutionen bekennt und hinter dem Projekt eines eigenen Institutes steht.“

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