Für den Ernstfall gewappnet: Diensthunde absolvieren Ausbildung

Die Diensthunde der Bundespolizei Kassel, "Bob" und "Wotan", haben mit Klaus Kümmeth und Andreas Klug eine Ausbildung am Hubschrauber absolviert.

Hünfeld/Fulda. Klaus Kümmeth mit "Wotan" und Andreas Klug mit "Bob" haben letzten Freitag mit ihren vierbeinigen Kollegen eine interne Ausbildung am  Bundespolizeihubschrauber (EC 155) absolviert. Bereits vor einem Jahr absolvierten beide an der Diensthundeschule in Neuendettelsau  erfolgreich die Ausbildung zum Sprengstoffsuchhund.

Ziel der Maßnahme war, die durchaus robusten Tiere an das  "Monstrum" Hubschrauber zu gewöhnen. Beide Hunde sind Malinois (sog. Belgische Schäferhunde) und erst seit kurzer Zeit Teil der  Diensthundegruppe der Bundespolizeiinspektion Kassel. Mit Ihren  "Herrchen" versehen sie ihren Dienst im Bundespolizeirevier Fulda.Die älteren "Diensthundekollegen" lernten bereits in 2011 den  Einsatz am Hubschrauber.

Um schnell an weiter entfernte Einsatzorte zu gelangen, sollten  die Vierbeiner die Angst vor dem Hubschrauber verlieren. "Besonders  das Annähern an die Maschine mit laufenden Rotoren stellt eine enorme Stresssituation für die Hunde dar.", sagte der Diensthundeführer  Andreas Klug. Hier kommt es darauf an, dass der Hund totalesVertrauen zum Hundeführer hat.

Auch für Klaus Kümmeth und seinen vierbeinigen Kollegen war der  Tag mit dem Hubschrauber eine wichtige Erfahrung. Am Ende der Ausbildung zeigten sich beide sehr gelassen beim ersten Flug in der  EC 155.

Doch was ist das Besondere der Rasse Malinois? "Belgische Schäferhunde sind triebstarke, robuste Hunde mit guten  Hütequalitäten sowie besonders ausgeprägten Wachhundeigenschaften.  Speziell der Malinois wurde durch seine Beweglichkeit, seinen  Arbeitswillen und seine Ausdauer, schnell zu einem der beliebtesten  Dienst- und Sporthunde überhaupt", sagt Diensthundeführer Klaus Kümmeth. Und was muss der Diensthundeführer eines Malinois mitbringen? "Dies liegt u. a.  begründet in der Natur des Hundes. Ein Malinois gibt niemals auf, bevor er nicht die ihm zugewiesene Aufgabe  ausgeführt hat. Zu seinen angeborenen Eigenschaften gehören u. a.  eine vergleichsweise hohe Intelligenz und eine überdurchschnittlich  große Sinnesschärfe. Daher benötigt er einen Besitzer, der ihn  versteht, wohl dosiert fordert und in ihn hineinhorchen kann. Er muss erkennen wie man seine Energien und Kräfte in die richtigen Bahnen  lenkt. Auch Emotionalität zwischen beiden Partnern spielt eine  bedeutende Rolle. Malinois gehen eine sehr starke und innige,  emotionale Bindung zu ihren Menschen ein", erklärt Klaus Kümmeth.

Dabei erwarten sie ein Höchstmaß an Fairness und Feinfühligkeit im Umgang. Wenn sie sich verstanden und respektiert fühlen, wenn Mensch  und Vierbeiner ein gutes Team bilden, dann geben diese sensiblen  Tiere alles. Hund und Hundeführer müssen schlussendlich eine Einheit  bilden!"

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