Ernsthafter und reifer: Kasseler Rusko Star ist zurück

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Mehrere Stunden kann der Dreh und die Bearbeitung eines Videos beanspruchen. Erst wenn es sich für ihn wirklich richtig anfühlt, veröffentlicht Rusko es.

Vor zehn Jahren war Rusko Star als schriller Emo über die Grenzen Kassels hinaus bekannt. Heute lässt er es ruhiger angehen und veröffentlicht nach langer Zeit wieder Videos im Internet.

Kassel.  Schrill, Schriller, Rusko Star – so zumindest hatte ich den Kasseler noch von vor zehn Jahren in Erinnerung. Damals war Rusko Star, eigentlich Rusko Satic, in der Emo-Szene über die Grenzen Kassels hinaus bekannt, trat bei der ProSieben Wochenserie ‘taff’ auf und sorgte mit pinken Musikvideos und seinem Song über die Haarfarbe „Blonde“ für Aufsehen. Dann wurde es ruhig um den scheinbar immer aufgedrehten Pink-Liebhaber. Bis jetzt.

Comeback bei Youtube

2009 gab es zuletzt öffentliche Auftritte und Videos, danach folgte der Cut. Satic krempelt sein Leben um, löst sich von allem, was nicht mehr passt oder sich nicht gut anfühlt. „Alles, was mich negativ beeinflusst hat, hab ich damals hinter mir gelassen“, so der 29-Jährige. Neuer Job, neuer Umkreis, neue Wohnung. Fernab der großen Öffentlichkeit tritt der Kasseler nun wieder in den Sozialen Medien auf, veröffentlicht seit einigen Wochen wieder regelmäßig Videos bei Youtube, die nicht mehr viel mit der kunterbunten Barbie-Welt zu tun haben. Videos über die Bewältigung von Ängsten, die jeder kennt und mit sich ausficht, über Videos zu Auseinandersetzungen mit aktuellen Themen – der Kanal ist ernsthafter, reifer geworden. „Es geht mir darum, Leute auf der ganzen Welt zu erreichen, zu inspirieren und meine Geschichte erzählen zu können. Die Videos habe ich die letzten Jahre vermisst, jetzt war es an der Zeit, sie wieder zu veröffentlichen.“

Das erste Video des „neuen“ Rusko drehte sich um Angst. Wie man sie bewältigen kann, wieso man manchmal loslassen muss und was man daraus lernen kann.

Die Videos dreht der Kasseler bei sich in seiner Wohnung ohne Hilfe, um unabhängig und authentisch zu bleiben. „Ich schreibe die Skripte und Monologe selbst, überlege mir die Umsetzung und schneide auch alles. Erst wenn sich ein Video wirklich richtig anfühlt, veröffentliche ich es.“ So gab es schon fertig produzierte Videos, die nicht auf dem Kanal landeten. Von der Fangemeinschaft von früher verfolgen noch einige das Tun von Rusko Star, die teils sehr negativen Reaktionen von damals blieben bis jetzt jedoch aus, das positive Feedback überwiegt. „In zehn Jahren kann sehr viel passieren. Ich habe aus den damaligen Situationen viel gelernt und für mich mitgenommen. Was aus meinem Kanal wird, weiß ich nicht, doch es macht mir wieder Spaß, Videos zu drehen und Menschen damit zu erreichen.“

Wer sich selbst ein Bild von Rusko Satic machen möchte, kann das bei Facebook, Youtube „ThisisRusko“ oder Instagram unter „ThisisRusko“ tun.

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