Evangelische Bank investiert 26 Millionen in Umbau am Ständeplatz

Ständeplatz Evangelische Bank Umbau

Die Evangelische Bank will noch in diesem Jahr damit beginnen, ihre Hauptstelle zwischen Kasseler Ständeplatz und Fünffensterstraße zu vergrößern.

Kassel. Die Evangelische Bank, Deutschlands größte Kirchenbank, will noch in diesem Jahr beginnen, die baulichen Voraussetzungen für moderne Serviceangebote und zukunftsorientiertes Banking  zu schaffen. "Für die umfassende, nachhaltige Neuordnung unserer Hauptstelle Kassel werden wir in den kommenden Jahren rund 26 Millionen Euro an reinen Baukosten investieren", erklärte der Vorstandsvorsitzende Thomas Katzenmayer bei der Präsentation der Planungen im Beisein von Kassels Oberbürgermeister Bertram Hilgen und Stadtbaurat Christof Nolda.

Der Entwurf für den Umbau stammt aus dem Kasseler Büro "Reichel Architekten". Eingebunden in den Bestand sieht er vor, den denkmalgeschützten 1950er-Jahre-Bau am Ständeplatz 19 durch eine gläserne Schalterhalle stadtbildprägend mit dem erweiterten, komplett umgestalteten Baukörper des "alten" Neubaus an der Seidlerstraße zu verbinden. Beginnen sollen die Bauarbeiten noch im 3. Quartal 2017.

"Dieses Vorhaben ist ein Bekenntnis zum Standort Kassel in einer Zeit, in der die Finanzbranche durch Regulatorik, Digitalisierung und die Niedrigzinspolitik vor erheblichen Herausforderungen steht", sagte Katzenmayer. Der Bau an der Seidlerstraße aus dem Jahr 1980 werde den veränderten Anforderungen an eine moderne Bank im digitalen Zeitalter nicht mehr gerecht und biete nicht mehr genug Platz, erläuterte Joachim Fröhlich, Generalbevollmächtigter der Evangelischen Bank den Hintergrund der Planungen.

"Weiterbauen an der Stadtgestalt", das ist nach den Worten des Architekten Prof. Dipl.-Ing. Alexander Reichel die Grundhaltung des Entwurfs. Das Vorhaben knüpfe in exponierter Lage am Rand des Innenstadtrings an die Umgestaltung der Friedrich-Ebert-Straße an und respektiere den Baubestand in unmittelbarer Umgebung. Durch die Neuordnung wird am Standort Seidlerstraße einschließlich Ständeplatz die bisherige Fläche des Hauptgebäudes auf ca. 12.000 qm fast verdoppelt. "Diese zusätzlichen Flächen legen wir wie einen neuen Mantel um das alte Gebäude herum und formen damit die städtebauliche Figur", erklärte Reichel.

Die neue gläserne Schalterhalle, die gleichzeitig als Veranstaltungshalle dient, verbindet zukünftig die funktional klar getrennten Bauteile, gliedert den Straßenblock und wird von drei Seiten aus erschlossen. Das denkmalgeschützte Gebäude am Ständeplatz 19 (bisheriges Arbeitsgericht) bewahrt dabei seine Eigenständigkeit und bildet die neue, bis weit in die Friedrich-Ebert-Straße hinein wahrnehmbare Adresse der bundesweit agierenden Kirchenbank.

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