Ex-Sani schenkt Kasseler Hubschrauber-Helfern Schutzbrillen

Freuen sich über die Schutzbrillen: Dr. Thomas Köhler, Ärztlicher Leiter Luftrettungszentrum Christoph 7 rechts) und René Onimischewksi, Notfallsanitäter.
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Freuen sich über die Schutzbrillen: Dr. Thomas Köhler, Ärztlicher Leiter Luftrettungszentrum Christoph 7 rechts) und René Onimischewksi, Notfallsanitäter.

Christoph 7 ist einer der zwölf orangefarbenen Rettungshubschrauber des Bundes, welcher unter Trägerschaft des Landes Hessen seit 45 Jahren im Dienst für die Region ist und durch das Regierungspräsidium Gießen als Durchführungsbehörde verwaltet wird. Die Piloten sind Beamte der Bundespolizei Fliegerstaffel Fuldatal und die Notfallsanitäter stammen von der DRK Rettungsdienst Kassel gGmbH. Notärztinnen und Notärzte stellen von Beginn an die DRK Kliniken Kassel vormals Rotes Kreuz Krankenhaus) in Kassel-Wehlheiden, wo auch der Rettungshubscharuber auf dem Dach der Klinik stationiert ist. Dank einer großzügigen Spende sind diese nun durch speziell gefertigter Schutzbrillen geschützt.

Kassel. Seit über neun Monaten leisten die Einsatzteams des Rettungshubschraubers Christoph 7 auch unter CoViD-19-Bedingungen ihren Dienst an schwer erkrankten oder verunfallten Patienten in der Region Nordhessen und darüber hinaus. In vielerlei Hinsicht wird die Arbeit der notfallmedizinischen Crews durch das SARS-CoV2-Virus erschwert. Die mitunter auch körperlich anstrengende Arbeit im Luftrettungsdienst Klettern von Landeplätzen, Tragen von Patienten, Wiederbelebungsmaßnahmen, u.v.m.) ist unter diesen Bedingungen mit der persönlichen Schutzausrüstung u.a. FFP-Maske und Schutzbrillen) nicht einfacher geworden. Dass die Crew der Luftrettung von Beginn der Pandemie als zusätzlichen Schutz unter anderem auch auf Schutzbrillen gesetzt hat, hat sich ausgezahlt: „Wir hatten bislang keinen einzigen Ausfall von Teammitgliedern durch Corona-bedingte Krankheit“, betont Dr. Thomas Köhler, ärztlicher Leiter des Luftrettungszentrums Christoph 7. Das führt er auch darauf zurück, dass das gesamte Team äußerst diszipliniert Hygieneregeln umgesetzt hat – darunter auch der Einsatz von Schutzbrillen, wobei es in der akuten Phase im Frühjahr äußerst schwer war, an geeignete Schutzbrillen zu gelangen. Im Bereich des Landhandels konnten im März noch Motorsägen-Schutzbrillen besorgt werden. Mit Beginn der zweiten Welle und den kalten Außentemperaturen entstanden neue Probleme, insbesondere für die Brillenträger bei der längeren Nutzung dieser Schutzbrillen, so dass dringend eine Lösung gefunden werden musste.

Dr. Thomas Köhler, der ärztliche Leiter des Luftrettungszentrums Christoph 7 konnte durch „Wiederbelebung“ alter Kontakte eine schnelle und unkomplizierte Lösung initiieren: Das Unternehmer-Ehepaar Frank und Claudia Weber Brillenfachgeschäft Filia 76) haben unkompliziert und pragmatisch Hilfe angeboten. „Frank Weber hatte mich 1991 als Zivi im Rettungsdienst bei DRK Kreisverband Eschwege an die Hand genommen und faktisch in die Notfallmedizin eingeführt“, so Dr. Köhler. „Angesichts der aktuellen Notfallsituation, was die Beschaffung von Schutzbrillen angeht, war mir klar: Wenn jemand eine Lösung für unser Problem kennt, dann er, zumal er noch selber im Rettungsdienst als Rettungsassistent tätig ist“. Das Team von Filia76 stand dann tatsächlich nicht nur für eine Beratung sofort zur Verfügung, sondern in Rekordzeit kam eine wichtige Hilfe zustande: „Wir wissen natürlich, wie wichtig auch unter Belastung gut sitzende Brillen sind“, sagt das Unternehmerehepaar Weber.

Deshalb und aus Verbundenheit zu den Rettungsdiensten haben sie sich entschlossen, allen rund 15 Notärzten und Notfallsanitätern, die am Standort Christoph 7 tätig sind und eine Brille brauchen, Schutzbrillen mit individueller Sehschärfenkorrektur anzufertigen – kostenlos. „Wir freuen uns außerordentlich über diese großzügige und pragmatische Spende“, sagt Köhler. red)

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