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Fahrradmietsystem Konrad: AStA steigt aus und hat neuen Anbieter

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Von: Victor Deutsch

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Die Stadt Kassel ist verwundert über den Ausstieg des AStA der Universität Kassel aus dem Fahrradverleihsystem "Konrad".
Die Stadt Kassel ist verwundert über den Ausstieg des AStA der Universität Kassel aus dem Fahrradverleihsystem "Konrad". © Soremski

Ist das das Aus für das Fahrradmietsystem Konrad? Der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der Universität Kassel wird ab 2018 mit dem Anbieter Nextbike zusammenarbeiten.

Kassel. "Mit Verwunderung nimmt die Stadt Kassel zur Kenntnis, dass der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der Universität Kassel ab 2018 nicht mehr als Partner des Fahrradvermietsystems Konrad zur Verfügung steht.", so beginnt die Pressemitteilung der Stadt Kassel.

Was ist passiert?  Der AstA teilte der Stadt jetzt per Mail mit, dass er ab dem kommenden Jahr mit dem Anbieter Nextbike zusammenarbeiten werde. Vorausgegangen waren umfangreiche Verhandlungen über mehrere Monate zwischen AStA und Nextbike. An diesen war die Stadt Kassel – trotz mehrfacher Aufforderung – nicht beteiligt worden.

 „Wir hätten uns eine bessere Einbindung durch den AStA gewünscht.“, sagt Kassels Stadtbaurat Christof Nolda.

 Ob und wie der AStA gemeinsam mit Nextbike auf den öffentlichen Verkehrsflächen Stationen betreiben möchte, ist noch nicht abgestimmt.

„Wir halten es wirtschaftlich für nicht gerechtfertigt, als Stadt zwei parallele Fahrradverleihsysteme zu unterstützen. Ein rein studentisches Angebot ist uns aber nicht genug. Wir werden deshalb nach Wegen suchen, Konrad  als wichtigen Bestandteil des Kasseler Mobilitätsangebots fortzusetzen“, erklärt Stadtbaurat Nolda weiter.

Konrad, das Kasseler Fahrradvermietsystem, wird seit 2012 als eines der erfolgreichsten Systeme in der Bundesrepublik betrieben. Initiiert mit Unterstützung einer umfangreichen Förderung durch den Bund, ist es seitdem in Kooperation mit dem Öffentlichen Personennahverkehr (KVG und NVV) und der Studierendenschaft ein fester Bestandteil des Kasseler Mobilitätsangebots.

Aktuell wird KONRAD durch „DB rent“ betrieben. Der Stadt Kassel gehören die Räder, die Kommunikationsboxen und die Stationen. Für das Jahr 2017 wurde der Betrieb von KONRAD durch DB rent zugesichert. Die Firma hatte nach eigenen Angaben zuletzt umfangreiche Reparaturen an der Fahrrad-Flotte vorgenommen. Konrad  ist auch in einige Tarife der KVG integriert.

 Der AStA ist derzeit der größte Einzelvertragspartner: Zwei Drittel der Fahrten mit Konrad  werden von Studierenden gebucht. Dafür werden von allen an der UniKassel immatrikulierten Studierenden drei Euro pro Semester abgebucht. Dafür dürfen die Studenten so oft sie wollen ein Konrad für jeweils bis zu 60 Minuten kostenlos entleihen. Ab der 61. Minute gilt der reguläre Tarif.

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