Falschen Polizeibeamten auf der Spur: Ergaunerter Schmuck bei Betrügern sichergestellt

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Einen Teil ihrer an die Betrüger verlorenen Wertsachen, darunter Uhren, Ohrringe, Armbänder, Ketten, Ringe sowie auch Gold- und Silberbarren, konnten so bislang in dem Verfahren sichergestellt werden.

Einen Teil ihrer an die Betrüger verlorenen Wertsachen, darunter Uhren, Schmuck und auch Gold- und Silberbarren, konnten sichergestellt werden.

Kassel. Nachdem eine 81 Jahre alte Frau aus Kassel im August des letzten Jahres das Opfer von falschen Polizeibeamten wurde und Wertsachen in Höhe von 66.000 Euro an die Betrüger verlor, führten umfangreiche Ermittlungen von Polizei und Kasseler Staatsanwaltschaft sowie die Zusammenführung von Erkenntnissen aus verschiedenen bundesweiten Strafverfahren zu einem Erfolg in diesem Fall.

Die Kriminalbeamten der "EG SÄM", die zu Straftaten die Ermittlungen führen, bei denen insbesondere ältere Menschen die Opfer von Trickbetrügern oder -dieben werden, konnten zwei Tatverdächtige ermitteln sowie einen Teil des Schmucks der Frau auffinden und sicherstellen.

Erst Anzeige des Opfers führte Ermittlungen zurück nach Nordhessen

Dass bei der Durchsuchung bei einem 40 Jahre alten Tatverdächtigen im Kreis Recklinghausen in Nordrhein-Westfalen Anfang September umfangreiche Beute, mutmaßlich aus Betrügereien mit der Masche "Falsche Polizeibeamte" stammend, gefunden wurde, hatte seinen Ursprung in Nordhessen. In einem vorherigen Verfahren wegen eines solchen Betrugsdelikts im Landkreis Kassel hatten die Ermittler der EG SÄM letztes Jahr Hinweise auf einen weiteren möglichen Tatort in Frankfurt am Main bekommen und daraufhin ihre südhessischen Kollegen verständigt. Deren weiteren intensiven Ermittlungen führten am 5. September zur Durchsuchung bei dem Tatverdächtigen in NRW und zum Fund der Beute, unter anderem wertvolle Schmuckstücke, die aber zunächst keinem der bisher bekannten Opfer zugeordnet werden konnten. Erst der spätere Entschluss der aus Schamgefühl anfänglich zögernden 81-Jährigen aus Kassel, am 17. Oktober 2018 Anzeige bei der Kasseler Polizei wegen des Betrugs im August zu erstatten, brachte dann den Stein ins Rollen. Die mit ihrem Fall fortan betrauten Ermittler der EG SÄM konnten aufgrund der guten Beschreibung der Schmuckstücke durch das Opfer im weiteren Verlauf den Bogen zu dem Fund im Kreis Recklinghausen spannen. Daher lautet der Appell der Ermittler an Opfer dieser Betrugsdelikte, unbedingt Strafanzeige bei der Polizei zu erstatten.

Aussage von Abholer deutet ebenfalls auf Tatort in Kassel hin

Die letzte Sicherheit, dass es sich bei der Beute um Teile des in Kassel ergaunerten Schmucks handeln könnte, brachte die Aussage des mitverdächtigen Abholers. Der 30-Jährige aus Rheine im Kreis Steinfurt in NRW war ebenfalls im Zuge eines anderen Verfahrens mit dieser Masche festgenommen und vernommen worden. Dort sagte er aus, den bei dem 40-Jährigen sichergestellten Schmuck von einem Opfer irgendwo in Hessen abgeholt zu haben. Da er den Tatort vom Aussehen her genau beschrieb, hatten die Ermittler anschließend keine Zweifel, dass es sich dabei um das Haus der 81-Jährigen in Kassel handelte.

81-Jährige identifizierte Schmuck als ihr Eigentum

Die Ermittler ließen sich daraufhin den bei dem tatverdächtigen 40-Jährigen sichergestellten Schmuck schicken und legten ihn nun vor wenigen Tagen der 81-Jährigen aus Kassel vor. Die Seniorin erkannte viele Schmuckstücke wieder und identifizierte sie zweifelsfrei als ihr Eigentum.

Einen Teil ihrer an die Betrüger verlorenen Wertsachen, darunter Uhren, Ohrringe, Armbänder, Ketten, Ringe sowie auch Gold- und Silberbarren, konnten so bislang in dem Verfahren sichergestellt werden.

Die weiteren umfangreichen Ermittlungen der EG SÄM gegen die beiden 30 und 40 Jahre alten Tatverdächtigen wegen gewerbsmäßigen Bandenbetrugs dauern nun an.

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